Keukenhof

Keukenhof NL, April 2006.

Der Keukenhof in Holland ist bekannt für seine Blumenpracht. Hier wird erstaunliches geleistet, wenn es um das Thema Blumen geht. 

Das ganze ist aufgebaut wie ein Park, in dem es neben den Blumen natürlich auch einiges lehrreiches gibt.

Am Eingang gibt eine Übersichtstafel mit den wichtigen Stationen einen Anhaltspunkt zur Tagesgestaltung. Thema Tagesgestaltung. Wir waren nur einen Tag auf dem Keukenhof. Will man dort alles ansehen und auch hinter dieverse Kulissen schauen ist der eine Tag sicherlich nicht ausreichend.

Für einen erholsamen Tag, der auch noch wundervolle Eindrücke und Anregungen hinterlässt, ist es auf jeden Fall eine Anreise Wert. Der Keukenhof hat in diesem Jahr nur gut 6 Wochen geöffnet. Am 21. Mai 2006 ist der letzte offene Tag. Bis dahin sollte man es geschafft haben oder aber man plant es für 2007 schon einmal ein.

Neben Tulpen gibt es viele andere Saisonpflanzen zu bestaunen.

Nicht uninteressant sind auch die vielen Kunstwerke, welche auf dem Gelände eingebunden sind.

Fraglich sind die Preise, mit denen die Kunstwerke ausgezeichnet sind.

Ob wohl wirklich jemand bereit ist die Eurosummen zu zahlen? Naja, so ist das mit der Kunst. Wem es wertvoll genug erscheint kann ja hier auch zugreifen und seinen Garten damit “bereichern”.

Appropos Kunstwerk. Ein ganz besonderes Kunstwerk ist dem Gärtner hier gelungen.

Das Nachmachen ist bestimmt nicht in jedem Garten möglich. Ob die Hobbygärtner immer noch so genau wissen, welche Blumenzwiebel später in welcher Farbe blüht?

Ein wenig Erfahrung und Übung gehört wohl schon dazu. In der Regel werden so ca. 100 Tulpen auf den Quadratmeter verteilt. Diese werden im Sommer komplett wieder aus dem Boden genommen, um sie dann im Herbst wieder neu auszubringen. Wenn sie nicht aus dem Boden genommen werden, wandert die Zwiebel immer tiefer. Also nicht die Wühlmäuse fressen die, sondern die Zwiebeln gehen einfach auf Wanderschaft .... und sind dann irgendwann weg. Bei der Lagerung dürfen die dann auch nicht durcheinander kommen. In den unterschiedlichen Pavillons auf dem Gelände kann man Informationen zu den Hintergründen und auch zu geschichtlichen Ereignissen mitnehmen.

Was wäre der Keuckenhof in Holland ohne eines der Warzeichen des Landes. Typisch ist die Windmühle.

Diese kann besichtigt werden und auch als Aussichtsplattform genutzt werden. In dem “platten” Lande reicht die geringe Höhe durchaus aus, um sich einen Überblick zu verschaffen. Also schwindelfrei muß man hier nicht zwingend sein.

Der Keuckenhof ist auf jeden Fall eine Reise wert. Wer ein Wochenende nutzt und den zweiten Tag noch Zeit hat sollte überlegen nach Den Haag oder Scheveningen zu fahren. Beides ist mit dem Auto in ca. 30 Minuten gut zu erreichen. Die Nordsee hat hier ein besonderes Flair. Das “Tun” und “Treiben” hier ist lockererer und sportlicher als man es sich von einem Kurort in Deutschland erhofft.

Dieses Flair sollte man erlebt haben. Auch bei Ebbe wird das Wasser hier nicht komplett “versteckt”. Das allein ist ein Grund hier einmal ´nen Cappuccino in gemütlicher Strandbar zu trinken.