Sail´07

Segeln auf der Ostsee

In der Zeit vom 15. bis 21. September wollen wir die westliche Ostsee befahren. Am Samstag angekommen übernehmen wir das Schiff und kaufen die ersten zum überleben notwendigen Dinge ein. Wirklich starten wollen wir dann am nächsten morgen. Der Wind ist zu stark und zu riskant mit der Mannschaft heute schon zu starten. Zeit für einen Spaziergang an dem Strand von Heiligenhafen.

Jetzt aber los..

...ursprünglich geplant war ein erster Stop in Richtung Kiel. Der Wind sortgte aber für Verwirrung. Einfacher war es dann doch von Heiligenhafen aus Dänemark anzusteuern. So geschah es dann auch, wir rauschten mit Highspeed Richtung Langeland und kamen gut in Bagenkoop an. Der Ort, der früher einmal Fährhafen war, hat sich zu einem schönen idylischem Ort gemacht. Es werden direkt am Hafen neue Ferienwohnungen gebaut, ein Aussichtsturm verschafft dem Besucher ausreichend Überblick.

Mit einem leckeren Grillabend haben wir diesen Tag abgeschlossen und freuten uns auf den kommenden Tag, der mit weniger Wind starten sollte und nicht ganz so weit war. Das Ziel heisst Marstall und liegt auf Aero, ca. 15 Seemeilen entfernt. Auf dem Weg dorthin hatten wir dann auch die Gelegenheit einmal einige Segelmanöver zu fahren. Fast jeder konnte nun einmal am Steuer stehen und musste richtig mit Hand anlegen.

Zurück nach Deutschland

Nach ausgiebigem Frühstück ging es von Marstall Richtung Deutschland. Ziel heute ist Kappeln an der Schlei. Die Überfahrt war mal wieder durch den starken Wind und den Wellengang recht forsch. Vor der Schleimündung haben wir die Segel eingeholt (hier kam nun unsere Übungsmanöver gestern richtig zur Geltung), um mit Motor dann die verbleibenden Meilen zurückzulegen.

Kappeln war einfacher zu erreichen als erwartet. Das Fahrwasser ist gut betonnt und tief genug für unsere "Fragle". Mit den 2 Meter Tiefgang und 4 Meter Breite ist Fragle schon eine Ausnahme. In Kappeln angekommen liegen wir direkt an der Promenade. Das Anlegen war mit einem "Ups" verbunden, denn die Schlei hat eine Strömung hier, die beim Anlegen beachtet werden muß. Dank einiger freundlicher Gastlieger war das Anlegen aber kein Problem und wir konnten sicher festmachen.

Webseite updaten, relaxen, duschen, fertig machen! Gegen 19:00 Uhr geht es zum Essen.

Kappeln -> Wendtorf (Damp)

Der Wetterbericht sagt immer noch nichts Gutes vorraus. Südwest 5-6 Bft, in Böen 7, 1-2 Meter Seegang. Weit entfernt vom "Schönwettersegeln". Wir versuchen mal in landnähe nach Wendtorf zu kommen. Danach einen großen Sprung und wir sind wieder in Heiligenhafen. Soviel zur Planung. Jetzt noch Wasser bunkern, klar Schiffen machen und ab geht´s.

16:00 Uhr: Anders als geplant landen wir in Damp, der Wind in Böen 7 nervt und wir beschließen einen Abend hier zu verbringen.

Damp -> Heiligenhafen

Wir haben es geschafft, schon gegen 09:00 Uhr sind wir aus Damp ausgelaufen Richtung Heiligenhafen. Der Wind immer noch zwischen 5 und 6 Bft. Vorbei am Kieler Leuchtturm geht es weiter in Richtung Kiel-Fehmarnsund Weg dann in landnähe direkt nach Heiligenhafen. Alles verläuft nach Plan, bis auf .... da ist was im Funkgerät "Die Segelyacht unter Motor.....für das Sicherungsboot West" Wir fragen nach ob wir vielleicht gemeint sind und wir waren gemeint. Nun hat sich der Plan mit landnähe schnell in Plan B gewandelt. Heute wir geschossen und wir müssen die Sperrbereiche um die Hohwachter Bucht umfahren. 15 Meilen Umweg, zurück Richtung Kiel-Ostsee Weg, Tonne H1 bis H9 ist angesagt.

Bei 6 Windstärken, 1,5 Meter Wellengang und Begleitung einer anderen Yacht mit gleichem Ziel fahren wir meilenweit, fast bis Heiligenhafen , im Abstand weniger Meter segelnd nebeneinander her.

Vor Heiligenhafen noch ein paar Wenden, den Schulungstörns vor den letzten Proben zusehen fahren wir in unsere Box. Festmachen, Landstrom, ab ins Bett. Erst mal eine Runde schlafen.

Heiligenhafen

Pünktlich zum Törnende ist das Wetter wieder wie gemahlt. Blauer Himmel, einigermaßen warm und weniger Wind.

Wir schlafen noch einmal ein aus, tanken unseren "Dampfer" und machen klar Schiff zur Abgabe. Ein letztes Foto wird gemacht und auf geht es Richtung nach Hause.

Alles in allem hat es mal wieder sehr viel Spaß gemacht. Wetterbedingt hätte es die Eine und die Andere Windstärke weniger es auch getan aber daran ist noch nichts zu drehen. Gut so.