Canada

Düsseldorf -> Toronto

Der Flug verlief super ruhig. A340 fliegt sich ganz hervorragend. Erst bei dem Anflug auf Toronto ruckelte es ein wenig aber da haben wir schon erheblich Schlimmeres erlebt.

Die Plätze in der Economy Class könnten wie immer etwas großzügiger sein, besonders auf langen Strecken. Durch Herumlaufen und im Heck des Fliegers ein wenig quatschen und trinken lässt sich die Zeit gut überbrücken. Es sind nur 8 Stunden.

So erst einmal angekommen in Toronto. Durch alle Formalitäten durch, diese sind gar nicht schlimm und die sind auch ganz nett hier, geht es weiter zum Autovermieter. Auto in Empfang genommen und jetzt bloß nicht ins Bett gehen.

Koffer auspacken, Hotel besichtigen, Auto parken lassen (irgendwofür muß die Gebühr von 38$ ja gut sein) und danach noch einen ersten Überblick über die Umgebung verschaffen.

Tolle Gegend hier. Schon lange nix mehr gegessen. Irgendwo in Younge Str. haben wir eine Portion Wings mit mit French Fries verdrückt und noch den Wasservorrat aufgefüllt.

Gegen 22:00 Uhr lokaler Zeit reichte es dann aber auch. Eigentlich wollten wir noch den Sonnenuntergang ansehen aber die Sonne ist weg. Morgen (oder heute) geht es dann weiter nach Huntsville. Da wird es wohl spürbar ländlicher.

Toronto -> Huntsville

Deerhurst Resort, da soll es hingehen. Aus Toronto raus, auf dem 407, dem 400 der 11 und irgendwann dann kommt man an ein 19.000 Einwohner Örtchen Huntsville.

Vorher gibt es aber einige nette Orte, die ebenfalls anschaubar sind. Einer davon ist Bracebridge. Aufgefallen war uns dieser, weil wir einfach mal einen Ort neben der Landstraße anschauen und die Wasserfälle hier sehen wollten. Diese waren in Schildern angepriesen. Später im Deerhust Resort konnten wir nachlesen, Bracebridge ist einer der für diese Gegend charakteristischen Orte und sollte auf jeden Fall mal angesteuert werden.

Das Deerhurst Resort liegt etwas außerhalb von Huntsville. Was geht ab hier?

  • Golf spielen, Golf spielen und nochmal Golf spielen
  • Victoria Day feiern
  • ... und spazieren gehen ...

... aber nicht auf dem Golfplatz. Ein netter älterer Herr, der zum Resort gehört und mit einem Golfwagen unterwegs war, klärte uns auf. Fußgänger können schon mal von einem Golfball getroffen werden und das kann schlimme Folgen haben. Normalerweise gibt es auch Warnschilder dazu, aber genau hier stand nunmal keins. Deswegen sagte er es uns. Bei der Gelegenheit konnte er uns einiges Historisches zum Deerhurst Resort sagen. Das war ein netter Plausch.

Beeindruckend ist erst einmal das Wassersportangebot. Auch wenn die Saison heir noch nicht begonnen hat und nur wenige sich mit Kanu und Motorboot versuchten, gibt es doch einen Eindruck davon, was hier so möglich ist.

Deerhurst Resort grenzt an den Algonquin Provincial Park. Dieser wird sicherlich unser Ziel sein.

Von Huntsville nach Port Carling, zurück über Santa Village

Der Tag hat mit schönem Wetter begonnen, es sollte leider nicht dabei bleiben. Nachdem wir in Huntsville bei "Tom Horten" gefrühstückt hatten und dabei alle Geschmacksrichtungen des nordamerkiansichen Kontinents haben wirken lassen, ging es erst einmal zu Fuß durch Huntsville.

Wir stellten unser Auto mitten in der Main Street ab und machten den Rest zu Fuß. Naja, es war noch ein wenig früh. Die kleineren Geschäfte hatten noch geschlossen und die Großen waren noch nicht an der Reihe. Also sind wir mal auf Tour gegangen, um zu sehen wie man in Kanada so lebt. Das sieht ganz angenehm aus, nicht ganz so stabil wie in Deutschland aber dennoch akzeptabel. Durch die Ortschaft laufend haben wir dann auch das Freilichtmuseum entdeckt - leider auch oder noch zu. Also wieder zurück. Jetzt kamen die Shoppingcenter dran. Man beachte es ist Sonntag, morgen ist Feiertag und die haben alle auf. Bei A+P gabs erst mal was gescheites zu Essen. 2 Tage hier und schon keine Lust mehr auf Burger. Salat und Obst in allen Variationen. Wir packen eine Dose ein, noch die richtige Soße dabei, Besteck und Mittagessen ist gesichert. So, jetzt aber weiter in Richtung Port Carling.

In Port Carlings sollte eines der historischen Damfschiffe zu sehen sein. Laut Fahrplan hätten wir heute auch die Gelegenheit gehabt damit zu fahren. Bis zu 99 Personen können mitreisen. Das Wetter wurde immer schlimmer, je südlicher wir kamen. Es regnete in strömen, so war uns nicht nach Dampfschiff. Wir haben auch keins mehr gesehen. Dem Schiff war es wohl zu naß. Parkplatz suchen und erst mal eine "heiße Schokolade" einwerfen.  Nach dem wir in diesem Ort auch alle urkomischen Geschäfte durch hatten ging es wieder auf den Heimweg. Ab und an bogen wir nochmal vom Highway ab, um diverse Häuschen zu bestaunen. Sind schon klasse Grundstücke dabei und teilweise direkt am See. Jetzt wissen wir auch wo der Weihnachtsmann wohnt, er hat einen eigenen Ort und auch eine eigene Abfahrt vom Highway 60 - "Santa Village".

Wieder im Hotel muß erst mal der Wetterbericht gecheckt werden. "Local weather channel" an machen und die Lage peilen. Ab morgen soll es wieder besser sein, Mittwoch Regen. Das stört nicht weiter, da sind wir 500 km im Auto. Jetzt eine Stunde schlafen und dann relaxen im hauseigenen Pool.

Algonquin Provincial Park

Heute stand der Algonquin Provincial Park auf dem Programm. Das Wetter sollte heute wieder etwas besser werden, zumindest aber kein Regen. So war es dann auch, allerdings mit 3 bis maximal 7 Grad! Uihhhh! Als wir angekommen sind waren es fast 20.

Der Park liegt am Highway 60 ostwärts von Huntsville. Ca. 40 Kilometer. Wer mit dem Auto und später zu Fuß den Park erkunden möchte kauft einfach entsprechende Permits und kann dann das Auto auf ausgezeichneten Parkplätzen abstellen. Die entsprechenden Trails befinden sich dann dort und wenn es sich um eine Loop handelt, kommt man auch wieder am Parkplatz an. Klingt also erst einmal ganz einfach. Bevor wir den Permit allerdings hatten mussten wir dem Mann von der Forstverwaltung erst einmal erklären, wir wollen nicht mit dem Kanu durch den Park. Das hat ein paar Minuten gedauert.

Letztendlich haben wir uns für drei Trips entschieden. Die Erste ist nur 0.8 km lang (Hardwood Lookout Trail). Am Ende der Route hat man einen guten Ausblick auf einen der vielen Seen hier. Einfach eine tolle Aussicht.

Die Zweite war ca. 1.9 km lang und führte um den "Peck Lake". Die Dritte Route war ca. 2.1 km lang und nannte sich "Two Rivers Trail", wahrscheinlich weil sie von zwei Flüßen eingeschlossen war. Gesehen haben wir allerdings nur einen.

Der Blick war beeindruckend, man schaute vom Berg oben herunter ins Tal und die Farben der Bäume vermittel einen ersten Eindruck was hier im Herbst abgeht. Solche Bilder kennt man sonst nur vom Fernsehen. Auf Fotos ist diese Perspektive nicht ansatzweise wiederzugeben. Wirklich schade.

Frühstück und Mittag gab es jeweils entlang des Highway 60 in einem klassichem Coffee Shop und Mittagessen (Chicken Fingers with Fries) in einem Trappersupermarkt mit angeschlossener Kantine .... Beides war auf jeden Fall günstiger als im Hotel und nicht einmal schlecht.

Wo sind wir hier eigentlich? Walking around

Das Deerhurst Resort ist für zwei Dinge bekannt, die Golfplätze und die wunderbare Lage. Das Wetter sollte heute ja wolkig und teilweise sonnig sein. Wir beschlossen also die Gegend hier um das Resort zu Fuß zu erkunden.

Lustigerweise gibt es eine Karte im Hotel die in das Schloß gesteckt wird auf der nicht steht "Do not disturb" sondern "Please service room... we are out enjoying Deerhurst Resort". Also los.

Bei noch 3 Grad und mitlerweile strahlend blauem Himmel beschlossen wir der Strasse entlang das nächste Resort aufzusuchen und dann über den Highlands Trail wieder zurück zu gelangen. Was gestern Abend bei schummrigen Licht vom Auto aus ein Gefühl für die Gegend gab zeigte sich heute in seiner ganzen Pracht. Die Gegend ist der Wahnsinn. Viel Wasser sorgen im Sommer für Wassersportmöglichkeiten, im Frühjahr bis Herbst ist golfen hier angesagt und im Winter ist Ski fahren und Wintersport genauso möglich. Da kämpfen in Europa die Wintersportregionen um jeden cm Schnee und hier sind alle Möglichkeiten auf einen Schlag vorhanden.

Zurück zum Highlandtrail. Wir erklimmen die Berge und laufen durch die Siedlung. Vom Gefühl her müssten wir, wenn wir hier weiter gehen zum Highway 60 gelangen. Genau so ist es auch. Kurz vor dem Highway 60 ist dann der Highlands Golfparkour zu sehen. Wenn es kein Golfplatz wäre könnte es genauso ein Kuhrpark sein. Vielleicht ein wenig Blumen aber die Bäume hier in dieser Farbenpracht sind Ausdruck genug. Und für einen Kuhrpark wäre es wohl viel zu groß. Wobei wenn ein Kuhrpark einen solchen Golfplatzt hätte sollte man öfter mal zur Kur fahren oder?

Wir sind früh dran, noch sind die Golfer entweder hier noch nicht angekommen oder sie schlafen wirklich noch. Drei überdimensionale Rasenmäher samt Besatzung begegnen uns und grüßen freundlich. Wir beschließen die einzelnen Etappen rückwärts zu gehen, starten also bei Loch 14 und dann weiter bis Loch 1, so der Plan. Die Praxis sieht leider etwas anders aus, denn die Weite bringt es mit sich, man kann ja auch von einem Golfball getroffen werden.... Fakt ist, wir kommen irgendwann am Steamhaus (gehört zum Deerhurst Resort) an und beschließen einen Teil der Straße entlang zu gehen. Ein paar lustige ältere Damen versuchen sich hier am golfen....ist doch besser so, wenn wir etwas außerhalb bleiben.

War eine ganz schöne Strecke, fast 3 Stunden unterwegs und stramm gewandert. Mittagessen in Huntsville bei Kings Buffet. Chinesischer Mittagstisch, fast wie in Deutschalnd und auch der Preis ist ok, mit 7.99$ und refill beverages für 1.99$ kann es sich richtig gut gehen lassen. Das Buffet ist ok und danach bumeln wir mal ein wenig durch das Einkaufszentrum.

Irgendwann gegen 3 Uhr gehts wieder zurück und erst mal eine Stunde schlafen. Die Zeitumstellung ist immer noch spürbar, wird aber zunehmend besser.

Von Huntsville nach Kingston

Von Huntsville nach Kingston. Bevor es auf dem Highway 60 Richtung Algonquin Park geht wollen wir nochmal ein wenig einkaufen und tanken. Das geht am einfachsten in Huntsville.

Der Trip nach Kingston führt uns komplett durch den Algonquin Park. Ohne Permit ist es erlaubt durchzufahren, die Einrichtungen darf man dann nicht nutzen. Ein paar Fotostops gönnen wir uns allerdings. Unter anderem machen wir an einem Visitor Center halt der neben vielen illustrierten Informativen auf der Terrasse einen fantastischen Blick auf den Park bietet. Das Center liegt etwas oberhalb auf einem Plateu und ermöglicht eine besondere Fernsicht. Weiter geht es Richtung Kingston. Es ist immer noch recht kalt, zwischen 6 und 8 Grad. Der Park ist ca. 60 km lang, wir haben Ihn durchquert ohne Moose zu sehen. Schade. Nur wenige Autos kommen uns noch entgegen. Die Straße wirkt unendlich, es geht etwas hoch und runter. Mit eingeschaltetem Tempomat schaffen wir es ohne ein entgegenkommendes Auto über eine Stunde zu cruisen.

Langsam kommen wieder einige kleine Orte. In einem beschließen wir mal wieder bei Tim Hortons einen Kaffee aufzunehmen und da muß doch noch die "Schwarzwälder Kirsch Torte" sein. Also ein Stop auf einem Parkplatz und erst einmal genüßlich die etwas kitschige Nachbildung genießen. Es ist einfach erstaunlich welchen Aufwand an Infrastruktur die Leute hier betreiben für einen Ort mit 5.000 Einwohnern.Es gibt kaum Häser aber ein mega Shoppingcenter ist auf jeden Fall vorhanden und Fastfood Ketten sind auch ausreichend anwesend. Uns soll es recht sein.

Die Gegend ändert sich ein wenig, es sind nun deutlich weniger Bäume vorhanden, mehr Felder, vom Gefühl her landwirtschaflich erschlossener. Ab und an stehen auch mal Kühe oder Pferde auf der Wiese. Wir erreichen den Highway 401, jetzt ist es bis Kingston nicht mehr weit. Es geht jetzt zwar etwas schneller mit 100 km/h und nicht mehr mit 80 km/h aber dafür überholen einen jetzt auch die LKWs mit 105 km/h....Die Autobahn ist schon fast voll, Erinnerungen an Deutschland werden wach. Einzig ein Stau fehlt.

Kingston. Wir wollen erst mal zum Hotel, also die Princess Str. runter und dann muß es einfach nur rechts abgehen. Ganz so einfach ist es dann doch nicht aber wir bekommen es hin. Das Hotel, Wahnsinn. Das Haus ist 175 Jahre alt und hat ein ganz besonderen Flair. Der Checkin erfolgt lustig und wir bekommen einige Infos zu Kingston. Als B&B hat das Haus wohl schon einen Preis gewonnen. Die Einrichtung ist "fast" genauso alt. Jedes Zimmer ist individuell eingerichtet und trägt eigene historische Namen. Wir staunen nicht schlecht als wir das Zimmer ansehen.

Abends ziehen wir noch ein wenig um die Blocks, planen den nächsten Tag. Erstes Fazit: Kingston gefällt. Ist ein wenig europäischer als Huntsville. Viele kleine Geschäfte entlang der Princess Str laden zum bummeln ein. Ein Coffeeshop hat es uns angetan und wir kehren dort erst mal ein, relaxen und schauen uns die Leute an. Es ist immer noch nicht mal 10 Grad und viele tragen nicht mal Socken, einige kurze Hose. Was tragen die wohl im Sommer, wenn es denn mal wirklich warm wird?

Kingston "Thousand Islands Tour"

Als Highlight steht heute die 3 stündige "thousand islands tour" auf dem Programm. Bevor es losgeht erst einmal Frühstück. Dieses war gut und fast schon gesund. Viel Obst, ein Muffin und ein Croissant mit einem exotisch zubereiteten Ei oben drauf, Kaffee und O-Saft. Das Ganze wurde vom Koch präsentiert und erklärt.

Unser Auto steht im Weg, ein alter Baum auf dem Gelände soll entfernt werden.Damit kein Schaden entsteht müssen wir es wegfahren und an der Straße parken. Die Vermieterin notiert sich die License, um dem Abschleppdienst zuvor zu kommen. Parken ist hier nämlich nicht so ohne weiteres erlaubt.

Etwas Zeit bleibt noch, so laufen wir mal zum Bellevue Haus, es soll laut Reiseführer schon um 09 Uhr auf machen. Den Weg hätten wir uns auch sparen können. Es macht erst um 10 Uhr auf und wenn wir hier jetzt noch durchlaufen schaffen wir nicht mehr die Reservierung für die Schiffahrt vorzunehmen. Also Prio setzen und wieder los. Diesmal dem "Waterfront trail" folgen. Einige Jogger kommen uns entgegen. In Deutschland würden hier jetzt Hundebesitzer gassi gehen, das ist in Kingston wohl eher nicht so gerne gesehen, besonders das was die Hunde da machen.

Wir buchen die Lunch Tour, für 16$ mehr gibt es noch Buffet mittags. Besser als Fastfood und vom Preis her in Ordnung. Bis 12:10 ist noch ein wenig Zeit und wir erkunden noch die City. Dabei landen wir im Supermarkt und plaudern mit dem HotDog Verkäufer. Er ist seit 27 Jahren in Kanada und kommt aus Danzig. Jetzt hat er uns tatsächlich noch HotDogs verkauft...It´s time, ab zum Hafen unser Trip geht gleich los.

Das Wetter wird schlechter und beginnt zu regnen. Bei sowas hat der Wetterbericht irgendwie immer recht. Egal, wir sitzen im Schiff auf dem trocknen. Ablegen und los. Appropos los, gibt schon was zu Essen. Die Reihenfolge welcher Tisch wann zum Buffet geht ist klar geregelt und wird durchs Personal geleitet.Kann also nix schief gehen.

Auf der Tor zu den Inseln bekommen wir jede Menge Infos über das Lautsprechersystem. Dabei wird dem Hr. MacDonald einiges erklärt wie es heute ist und früher war. Bei den Inseln angekommen ist eigentlich staunen angesagt. Manche sind nur so groß wie das Haus darauf. Eigentlich sind es teilweise nur Steine die aus dem Wasser schauen aber die bauen hier auch schon mal ein Haus darauf.

Die Rückreise ist unspektakulär. Wir sind irgendwie kaputt und beschließen erst einmal eine Stunde zu schlafen. Pünktlich für den Rückweg setzt Regen ein. Klasse pitschnass geworden. Klamotten aus, trocknen und schlafen. Wecker stellen nicht vergessen sonst ist wieder Nachtschlaf angesagt. Die Zeitverschiebung macht sich gerne nochmal bemerkbar.

Der Wecker klingelt und wir besuchen eine Mall am Ende der Stadt. Super, dass man einfach abends in Ruhe einkaufen kann. Irgendwann ist aber auch hier die Luft raus und eigentlich haben wir ja auch Urlaub. Also ab ins Bett. Morgen gehts weiter.

Elmhirst Resort (Nähe Keene, Peterborough)

Wir haben beschlossen, Kingston auf dem Waterfront Trail zu verlassen. Das bedeutet,  wir fahren eine ganze Weile direkt an der Küste des Lake Ontario in Richtung Elmhirst Resort. Die Alternative wäre den Highway 401 zu fahren. Gut das wir genau das nicht getan haben, der Ausblick ist einfach super. Wir kommen durch Orte mit wenigen Häusern, der Standort der Häuser und auch die Häuser selbst sind einmalig.

Irgendwann ist es aber nunmal soweit, wir müssen auf den Highway 401 und es geht nach ca. 50 km auf den Highway 28 in das Landesinnere. Wir ahnen es schon .... Es wird immer dünner besiedelt. Was wird uns im Elmhirst Resort erwarten? Wovon leben die Menschen hier? Die Häuser sind soweit auseinander, man könnte problemlos im Garten ein Rockkonzert veranstalten ohne auch nur ansatzweise wegen Ruhestörung belangt zu werden.

Elmhirst Resort liegt direkt am Rice Lake. Das ist nicht einfach ein See, in der Länge sind das schon mal ein paar km.

Wir melden uns am Empfang und werden herzlich begrüßt. Cottage 33 ist für die nächsten Tage unseres. Auf der Karte ziemlich weit rechts zu sehen, direkt am Landeplatz / Anlegeplatz für die Wasserflugzeuge.

Nachdem das Häuschen begutachtet wurde, beschließen wir mal shoppen zu gehen, sorry zu fahren. Für die nächsten Tage sind wir Selbstversorger. Kein Problem, wir haben einen Grill. Gasgrill mit Deckel, kein Weber aber einen Grill. Endlich zahlen sich auch mal die Grillseminare aus.

Internet, ja da war doch was. Sogar hier auf dem tiefsten Lande hat jede Hütte einen eigenen Internetanschluß. Die Frage "Is Internet available ?" wird mit "Yes, without charge" quittiert. Das ist einfach erstaunlich, wie selbstverständlich damit hier umgegangen wird. Es gehört einfach dazu.

So, jetzt wird gegessen und dann schauen wir mal, wo hier die Golfer landen. Zum Resort gehört neben dem Seeweg auch eine eigene Landebahn mit einer Länge von 2.800ft. Ist doch logisch oder?

Elmhirst Resort

Der Tag beginnt mit Motorengeräusch. Wir werden wach und denken ein Auto, ein Motorrad - nein ein Flugzeug! Tatsächlich vor unserer Tür startet gerade ein Wasserflugzeug. Für die Kanadier bestimmt nichts Besonderes, für uns schon. Also nix wie ein Foto machen.

Jetzt wo wir schon mal wach sind, können wir auch frühstücken. Ist der erste Tag an dem wir annähernd durchgeschlafen haben. Die Zeitumstellung scheint überwunden. Das Wetter ist super - wie die Vorhersage sagte. Ein Tag mal richtig zum Relaxen, es steht nix auf dem Programm. 15 Uhr deutsche Zeit, 9 Uhr hier. Mal nach Hause telefonieren, schauen was der Rest der Gang so treibt. Aus dem kurzen Anruf wird dann doch fast eine Stunde, schön.

Bei WDR2 (Hückeswagen live) starten wir dann in den Tag. Dank Internet läuft es den ganzen Tag und wir können dieses Event mitverfolgen. Zwischendurch gehts in den Pool, Mittagessen. Pommes mit Ketchup und Gemüse. Das sollte eigentlich erst morgen an die Reihe kommen, aber der Kühlschrank war noch nicht eingeschaltet - ups.

Der Tag geht völlig easy weiter, Mittagsschlaf, in der Sonne liegen, mit den anderen Urlaubern quatschen, Internetseite beschreiben - Urlaub.

Elmhirst Resort, letzter kompletter Tag

How are you today?

Zuerst ein Nachtrag zu gestern Abend. Nach der Nutzung des Whirlpools müssen wir erst mal wieder für Ordnung sorgen. Der Pool verwandelte sich in eine Bubblemaschine....so viel Schaum hat es hier noch nicht gegeben. (Aus Jugendschutzgründen gibt es dazu keine liveact Fotos) Das Problem kam leider beim Wasser herauslassen. Die Abwasserleitung war scheinbar irgendwo verstopft, so lief das Wasser aus dem Pool in die Dusche und auch in die Toilette. Überall Schaum und Blubberblasen. Wir versuchten mit Hausmitteln das Problem zu lösen und bekamen es auch einigermaßen in Griff, zumindest was die Toilette anging. Es blieb noch einiges Wasser im Pool, es wollte einfach nicht ablaufen und wir beschlossen, alles Weitere morgen mit dem Personal zu klären. Irgendwann in der Nacht machte die gesamte Abwasserleitung ein lautes Blub und das Wasser war aus dem Pool weg.

Nach dem Aufstehen gingen wir mal zur Rezeption und meldeten "trouble with the drain". Wilma war wie immer lustig und nicht geschockt. Sie versprach Hilfe zu schicken im Laufe des Vormittags. Diese kam auch, zwei Jungs, die sofort wußten, wo die Lage zu checken war. Nix zu machen, die Erklärung war einfach. Irgendwo verstopft, leider nicht im Haus. Da muß schweres Gerät ran. Da unsere Toilette und Dusche eigentlich zu nutzen sind blieben wir in unserem Cottage wohnen (Die Crew meinte wir können auch umziehen). Nein da hatten wir für eine Nacht keine Lust zu. Wir plauderten noch ein wenig über unsere Herkunft und über CANUSA. Ergebnis: Der Chef der beiden schickt ein Reinigungsteam, um das Bad wieder auf Vordermann zu bringen und bietet an für die Unannehmlichkeiten eine Flasche Riesling zu spendieren. Das Angebot nehmen wir gerne an. Das ist mal ein Service - toll.

Wie geht es weiter? Relaxed. 12 Uhr starten wir mal eine Bootstour vom Resort aus, dabei sehen wir die Anlage mal von der Seeseite. Danach holen wir unser bestelltes Steak ab und werfen dieses erst mal auf den Grill. Super, das tat wirklich gut. Jetzt wird gelesen, in der Sonne gelegen und geschlafen. Gegen 16:30 müssten wir mal einen Kaffee trinken, ein Eis wäre auch nicht schlecht. OK, wir fahren mal nach Keene. Dort gibt es einen etwas veralteten "General Store" der aber alles hat, was man so zum Überleben braucht. Nebenan ist ein Coffee & Tee room. Tja, rein da. Wir wollten ja ´nen Kaffee. Only cash, no credit card. Übersetzt heisst das wohl "Nur Bares ist Wahres". Kaffee gibt es als refill und ´nen Cookie ist auch noch drin, knapp 6$ für 2 Personen, das ist ok.

Auf gehts wieder zurück ins Resort. Was läuft heute noch? Vorbereitung auf Toronto, die gute Flasche Wein und mal sehen wie es mit Phoenix weiter geht. Die Sonde landet heute Nacht auf dem Mars und das ist schon ein Ereignis hier. Ach ja, wenn schon kein Whirlpool, dann wenigstens Kamin an. Super Atmosphäre (Dafür brauchen wir keine Sonde).

Toronto

Die Fahrt zurück zum Hotel war unspektakulär. In Toronto angekommen, wir kannten uns ja schon ein wenig aus, haben wir auch sehr schnell das Hotel gefunden und sind eingecheckt. Beim Zimmer einräumen haben wir dann festgestellt, der Safe geht nicht.

Also den Operator gerufen und die Frau schickte auch gleich den Installateur. Dieser hatte dann doch einiges zu basteln. Der neue Safe passte nicht in den Schrank, also gab es einen neuen Safe und einen neuen Schrank.

Jetz geht es aber los mit Toronto, 2.5 Millionen Menschen Metropole. Das ist der komplette Gegensatz zu dem was wir bisher auf unserer Tour erlebt hatten. In der ersten Nacht waren wir etwas weiter aus dem Zentrum heraus und da ist uns das auch noch nicht so aufgefallen

Das Hotel ist ein typisches Business Hotel. Das Zimmer ist kleiner und die Umgewöhnung von fast 80 Quadratmeter im Elmhirst Resort fällt schwer. 18 Stock, die Fenster lassen sich kaum öffnen und wenn es auf ist, macht man es wieder zu, weil der der Geräuschpegel nervt. Besonders nachts merkt man es am stärksten.

Ziemlich nervig ist, es gibt kein Internet auf dem Zimmer. Das ist erst bei den luxuriösen Zimmern der Fall. Schon komisch, bisher hatten alle Hotels das als freien Zugang, nur hier, dem wo man das erwarten würde, wird so knauserig damit umgegangen.

Wir wollen aber Toronto sehen und nicht das Hotelzimmer. Los geht’s ins „Eaton Center“. Das Center ist zwei Straßen weiter. Mehr als 200 Shops erinnert ein bisschen an „Centro Oberhausen“, nur unter der Erde. Wir bummeln einfach durch die Shops und schauen einfach, ob sich nicht das Eine oder das andere Schnäppchen schlagen lässt. 3 T-Shirts für 25$, nicht gerade ein Schnäppchen aber notwendig. Ich habe nicht genug mit. Der Rest der Sachen, wie Schuhe, Hosen, … kostet irgendwie das Gleiche wie Deutschland. Also brauchen wir hier auch nicht weiter suchen. Reine Zeitverschwendung. Vielleicht lässt sich in einem Factory Outlet noch etwas finden. Zurück zum Hotel.

Das hauseigene Fitnesscenter ist ganz brauchbar und am Nachmittag quäle ich mal eine Stunde das Laufband. Oder war das anders herum? Morgen werden wir dann auch mal den Pool nutzen. Der sieht ganz brauchbar aus.

Abends machen wir uns noch mal auf den Weg nach „Toronto Island“. Ist aber schon zu spät, um den Sonnenuntergang von dort zu sehen. So laufen wir noch durch die Hafengegend und begegnen noch einem kleinen Waschbär, welcher wohl hier auch lebt. Der kleine Kerl, das er sich das antut und nicht schön aufs Land zieht. Auf dem Rückweg gibt es noch ein paar Fotos von der Skyline des „Financial Distrikts“. Wir laufen den Weg zurück und kaufen bei einem der vielen Hotdog Stände noch etwas zu Trinken. Morgen geht’s weiter zu den Niagara Fällen.

Niagara Fälle

Heute stehen die Niagara Wasserfälle auf dem Programm. Doch vorher frühstücken wir erst einmal. Continental Breakfast – mal sehen was die hier darunter verstehen. Eine Auswahl aus Croissant, Muffin und Hefeteilchen mit Marmelade, einem Kaffee und einem Saft. Nicht gerade atemberaubend, aber das geht. Für knapp 6$ können wir aber auch auf das Buffet upgraden. Das lassen wir sein.

Der erste Schreck wird uns auf dem Parkplatz bereitet. Der Preis ist der Hammer, 43$ für die Nacht. Wir zahlen das und lassen noch mal die Preisliste auf dem Schild passieren. „Maximum daily charge“ von 18$ bezieht sich auf die Zeit am Tag von 8 Uhr bis 21 Uhr, die anderen Zeiten addieren sich mit anderen Preisen. Wir sind also nicht Eigentümer einer Parzelle geworden, sondern haben auf diese Art eine teure Einführung in das Parksystem der Stadt bekommen. OK – so lernt man das dann auch. Da denken wir noch mal drüber nach.

Wir wollen nicht direkt zu den Niagara Falls fahren, erst einmal noch „Niagara on the lake“ besuchen. Die Gegend soll neben dem Tourismus verstärkt vom Weinanbau leben. Mindestens gesehen sollte man es haben. Auf dem Weg dahin machen wir einige Stopps, bei einem werden wir von einem kleinen „Waschbären“ begrüßt. Der ist so zahm, der kommt bis auf wenige cm an mich heran.

Weiter geht es in Richtung der Wasserfälle. Verhältnismäßig wenig los hier. Parken ist wieder so eine Sache. Bevor wir nun einen Parkplatz irgendwo in der Botanik suchen, nehmen wir dann doch den bevorzugten. Dieser kostet natürlich erst einmal wieder 18$. Im Preis inbegriffen sind einige Werbeflyer und Coupons für diverse Rabatte. Brauchen wir nicht und entsorgen das Zeug in der nächsten Tonne. Die Wasserfälle selbst sind schon ein Schauspiel. Ohne lange Worte zu machen, muss man gesehen haben. Wir überlegen, ob die Kanadischen oder die Amerikanischen nun besser sind, entscheiden dann für uns, dass man auf der kanadischen Seite schon besser das Naturschauspiel erleben kann.

„Maid of the Mist“ – mitfahren oder lieber von oben genießen? Da wir beide mit dem Schiff zu fahren nicht als eine extreme Herausforderung ansehen, immerhin segeln wir ja schon ein paar Jahre, beschließen wir die Bootstour nicht zu machen. Sicherlich ist es ein Unterschied hier an diesem Schauspiel nass zu werden oder auf der Ostsee bei reichlich Wellengang. Fakt ist aber nass ist unangenehm und dafür auch noch bezahlen – nein das muss nicht sein. Also schauen wir uns die Touristen in Ihren blauen Regencapes von oben an. Sie sehen übrigens aus wie in einem Spielfilm, wenn man nur das Schiff auf dem Wasser betrachtet.

Zurück nach Toronto nehmen wir komplett den QEW. Einen Stopp zum Einkaufen und dann geht’s weiter. Wir stehen im Stau. Sind wir schon in Deutschland, nein es ist Kanada. Das haben die also auch hier. Zeit mal wieder über das Thema Auto und das Parken nachzudenken. OK, wir haben die Lösung. Das Auto geben wir ab. Das ist billiger als hier stehen zu lassen. Kurzer Halt am Hotel, Auto ausräumen, Adresse holen und los geht’s. 4790 Yonge Street. Weit draußen. Als wir bei Alamo ankommen ist natürlich keiner mehr da. Wir parken die Kiste und geben den Schlüssel in der dafür vorgesehen Box ab. Hoffentlich verstehen die, dass wir es einen Tag früher abgegeben haben. Wird schon klappen, so machen wir das in Deutschland auch. Danach heißt es zurück zum Hotel, Downtown Toronto. Ups, ist ja doch ganz schön weit. Bei der Tankstelle gegenüber mal fragen, wie man nun dahin kommt. Subway ist die Lösung. Wir werden noch aufgeklärt wie es mit 5 und 10er Karten geht und schon geht es los. Ist das Einfach. Das wird dann unser Verkehrsmittel für die kommenden Tage.

Toronto China Town, Kensington Market, Toronto Island

Frühstück, heute haben von Continental auf das Buffet erhöht. Die knapp 6$ waren es wert. Immer nur ein Muffin mit Kaffee ist kein guter Start in den Tag. Manchmal darf es doch ein wenig mehr sein. 

Nach dem Frühstück ging es zu Fuß nach China Town. Das ist von hier aus zwei Straßen weiter westlich auf Dundas Street. Kunterbunt ist das Treiben hier, exotisch die Nahrungsmittel und bunt die Stoffe. An jeder Ecke klingt es in unterschiedlichen Sprachen aus den Lautsprechern.

Kensington market geht fast nahtlos von China Town über. Viele bunte Häuser und Geschäfte befinden sich hier. Die Menschen hier sind ein ganz anderer Typ. Auffällig ist die Ruhe hier in dem Viertel. Erstaunlich, wir sind eigentlich mitten in einer 2.5 Millionen Metropole und hier herrscht eine solche Ruhe.

Zurück zum Hotel kommen wir noch am „Dragon Center“ vorbei und marschieren da auch einmal rein. Hier gibt es neben Restaurationen diverse Kleinigkeiten zu kaufen die vermutlich kaum einer zwingend braucht. Die Händler scheinen aber Ihr Geschäft zu machen. Die Restaurationen sollen sehr gut sein, lesen wir später im Reiseführer.

Im „Eateon Center“ beschließen wir noch einmal wegen Anziehsachen zu schauen und einen Snack zu Mittag einzunehmen. Danach geht es erst einmal zum Hotel zurück, bevor es heute dann endlich zu Toronto Island geht.

Toronto Islands, wir fahren mit der U-Bahn von Dundas nach Union. Es sind nur 3 Stationen aber auf zu Fuß laufen haben wir keine Lust. Das Stück von Union bis zur Anlegestelle sind auch noch ein paar Meter und auf der Insel werden es wohl auch noch einige werden. So kommt es auch. Wir lösen die Fahrkarte und nach wenigen Minuten kommt auch schon ein Schiff. Wards – Central. Naja, wo genau steigen wir aus? Central klingt gut aber auf einmal sind wir hier in Wards. Das ist der erste Stopp. Kurze Frage beim „Schaffner“ und wir wissen jetzt, dass Schiff fährt erst nach Wards, dann nach Central und dann wohl irgendwie zurück. Also fahren wir weiter nach Central. Schon wieder ist zu Fuß laufen angesagt. Wir orientieren uns ein wenig, um diese Jahreszeit ist zu dieser Uhrzeit hier so was wie „tote Hose“. Also zu Fuß nach Wards. Da sind am meisten Menschen ausgestiegen, vielleicht ist dort mehr los. Nach knapp 3 km sind wir dann angekommen. Zwischendurch haben wir einige Fotos gemacht. Der Blick auf die Skyline von Toronto ist super. Das Schiff kommt auch bald und wir beschließen nicht länger zu leiben. Es wird bereits empfindlich kühl. Die Entscheidung war richtig. Es ist exakt die richtige Zeit für den Blick auf die Skyline. Die Sonne ist gerade untergegangen und in den Hochhäusern gehen die Lichter an. Wow – was für ein Blick.

Wieder auf dem Festland angekommen, es ist bereits gegen 10 Uhr, beschließen wir Yonge Street hoch zu laufen und noch etwas zu essen. Ein Marche ist hier, warum nicht. Wir gehen rein und essen einen kleinen Antipastiteller für knapp 6$ und ein Weißbrot für 0,98$, zwei Dosen Sprudel zu je 2.98$. Eigentlich sollte es noch mehr werden aber bei dem Preis lassen wir es dann doch. Sind wir jetzt geizig? Nein, wir haben noch Müsli und Brot auf dem Zimmer. So laufen wir wieder zu Fuß das letzte Stück zum Hotel zurück. Es sind wohl heute deutlich mehr als 10km gewesen, kaufen noch etwas zu trinken im Supermarkt vor dem Hotel und beenden den heutigen Tag.

Yorktown, Greek Town und CN Tower

Mehr und mehr erobern wir die Außenbezirke von Toronto. Damit das Ganze nun auch etwas flüssiger abgeht haben wir ein „Daily Pass“ für Busse, Bahn und U-Bahn gekauft. 9.99$ und man ist mobil. „Honest Eds“, ein Geschäft, welches von außen an „Las Vegas“ erinnert und innen an die 50er Jahre. Zumindest hat seit dieser Zeit dort niemand mehr aufgeräumt. Es hängen überall in dem Geschäft Bilder mit Gratulationen an Ed herum und plumpe Sprüche zeigen auf, welch günstiger Preise hier herrscht. Auch wir bleiben nicht vom Einkauf verschont. Viele Dinge sind einfach nur Ramsch aber Produkte für den täglichen Bedarf sind einfach günstig.

Wir springen wieder in die U-Bahn und machen eine Fahrt in Richtung Yorktown. Hier wohnen die Menschen, welche etwas höheren Komfort schätzen. Die Gegend, die Häuser, wunderbar. Quasi mitten in der City. Auf einmal hört man Vögel, keinen Straßenlärm mehr. Hier könnte man wohnen. Auch das ist ein Beweis, wie abwechslungsreich Toronto doch von einer Straßenecke zur anderen sein kann.

Von „Greek Town“ versprechen wir uns ein schönes Mittagessen. Hier sollen mehr als 80 Restaurationen angesiedelt sein. Aus dem Mittagessen wird eine Sammlung von Vorspeisen mit einem Bauernsalat und Pita. Alles in Allem nicht das wahre. Wir fragen uns, ob der Inhaber dieser Lokalität jemals Griechenland gesehen hat oder ob wir einfach die falsche Wahl getroffen haben? Wie auch immer es geht zurück zum Hotel. Heute Abend wollen wir noch zum CN Tower und vorher vielleicht noch mal in den Hotel Pool.

Der CN Tower ist allgegenwärtig in Toronto. Entweder man sieht ihn direkt, durch Fensterscheiben an denen er sich spiegelt oder aber man steht drauf, dann sieht man ihn nicht. Wir wählen die Observation Tour auf dem Tower. Knapp 22$, das beinhaltet den Blick vom Cafe und der Plattform draußen inkl. Glassboden. Soll reichen. Der Ausblick ist gewaltig. Wir genießen den Blick und trinken bei untergehender Sonne zwei Bier. Diese sind mit Abstand die teuersten Biere die wir getrunken haben. Mit 26$ für 4 kleine Flaschen ist das schon gewaltig. Betrinken ist ein teurer Spaß hier. All in all ein absolut toller Abend vor weltklasse Kulisse über den Dächern von Toronto. Besser könnte ein Abschied von dieser Stadt nicht stattfinden.

Toronto -> Düsseldorf

Die Anfahrt zum Flughafen in Toronto war problemlos. Wir buchten über das Internet den Toronto-Airport-Shuttle. Diese Buslinie fährt fast alle 30 Minuten von diversen Hotels bis zum Airport und wieder zurück. Der Preis für 2 Personen beträgt ca. 26$. Das ist die Hälfte des Taxipreises und man bekommt noch eine Stadtrundfahrt.

Nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren mußten wir erst einmal eine handvoll Schlaf nehmen. Im Flugzeug schlafen ging das Schlafen irgendwie nicht. Bei einem gemütlichen Steak vom Grill und einem guten deutschen Bier haben wir den Trip beendet.

Fazit: So wie wir die Tour gebucht haben

  • Flug als Schnäpchen
  • Tour über CANUSA, individuell auf uns abgestimmt

würden wir es jederzeit wieder machen. Preis / Leistung ist sehr gut. Die Menschen in Kanada haben wir als sehr hilfsbereit und freundlich empfunden. Das Land ist unbeschreiblich und auf Film und Foto nicht ansatzweise wiederzugeben. Es war eine ganz tolle Erfahrung.

Mai 2008