Canada Nova Scotia

Tourdaten

Die Tour umfasst 16 Übernachtungen und ist ca. 1.500km lang. Ausgangspunkt und Ziel der Rundreise ist Halifax. A und H sind identisch. Der Punkt A wird durch H verdeckt. Wichtig auf der Reise ist uns nicht viele Orte anzufahren, sondern besonders sehenswerte Orte auch genauer kennenzulernen.

Station 1 (A): Frankfurt / Halifax

Wie kommt man zum Flugplatz, wo bleibt das Auto...? Ganz einfach, man reist einen Tag früher an und parkt das Auto beim Hotel. Diesen Service bieten eine Reihe von Hotels am Frankfurter Flugplatz. Danach nimmt man den Hotel eigenen Shuttleservice und kommt bequem hin und wieder zurück. So haben wir es getan.

Station 2 (B): Peggy's Cove

Peggy´s Cove Ocean Stone Inn & Cottages by the sea
8650 Peggy´s Cove Road, Indian Harbour

14.09.2009 Abflug nach Halifax

6:35 geht der Bus vom Hotel zum Flugplatz, das bedeutet 5:50 Uhr aufstehen. Alles läuft nach Plan, einchecken am Schalter und auf geht’s zum Terminal C7. Noch mal zurück, wir sind zu früh. Also erst einmal einen Kaffee und ein Brötchen. Dann noch ein wenig die Zeit vertreiben.
Der Flug ist ok, nix besonderes. Da wir Rückenwind haben geht es 30 Minuten schneller. Der Flugplatz in Halifax ist nicht sehr groß und wir warten das erste Mal bei der Passkontrolle, das zweite mal beim Gepäckband und das dritte mal beim Autoverleih. Dort gleich zweimal, denn Alamo hat nicht genug Autos auf dem Hof stehen. Das warten wird uns mit ein paar Muffins von Tim Hortons versüßt. Na gut, so lässt es sich ertragen.
Mit dem Auto erst mal los, falsche Richtung. Peggy´s Cove liegt in Richtung Süden und nicht Norden. Nachdem wir eine Karte gekauft haben klappt es auch mit dem Navi vom Handy. Die Gegend ist toll, irgendwie stellt sich schon eine gewisse Ruhe ein. Auf der Autobahn nervt keiner und die Grundstücke mit den Häusern sind einfach Klasse.
Wir lassen Peggy´s Cove erst einmal hinter uns und fahren weiter nach Indiana Harbour. Hier liegt was wir suchen, „Oceanstone Inn, Rooms & Cottages“. CheckInn, Zimmer besichtigen und erst einmal die Gegend checken. Frühstück gibt es im Ort bei „Tea & Treasures“ Da können wir ja auch gleich mal was zu essen einwerfen und mal schauen wo das ist. Es gibt einen leckeren Salat und „Fish & Chips“ – nein keinen Burger! Der ist auf der Speisekarte zwar enthalten aber scheint wohl nicht die erste Wahl zu sein. Bezahlen, ja wir haben noch gar kein Geld. Na klar – Kreditkarte. Da stürzt auch schon der Automat ab, neuer Versuch und dann klappt es auch schon. Die Frage nach dem Supermarkt beantwortet der freundliche Junge der uns bediente so „10 seconds left or 20 minutes right“. Wir nehmen „10seconds left“. Kaufen ein wenig Getränke ein, ein Eis zum Nachtisch, zurück zum Hotel und in den Garten direkt am Atlantik. Relaxen, Sonne tanken und dann „früh“ ins Bett. Es war ein langer Tag aber hier ist es erst 6pm.

Oceanstone Inn

15.09.2009 Trip nach Lunenburg

6 Uhr morgens – nach fast 12 Stunden schlaf geht es los. Sonnenaufgang ansehen ist angesagt. Auf dem Weg zum Leuchtturm „Peggy´s Cove“ kommen wir an der Gedenkstätte von Swiss Flight 111 vorbei. Es ist ein beachtliches Denkmal aus Granit, gewidmet denen die bei dem Absturz um Leben kamen aber auch den vielen Helfern, die hier aus der Gegend kamen. Weiter geht’s, wir wollten ja zu dem Leuchtturm. Dort sind wir um diese Zeit ganz allein. Ein paar Menschen laufen auf dem Parkplatz rum, die haben scheinbar im Wohnmobil hier auf dem Parkplatz übernachtet. Der Blick ist fantastisch. Erst wenn man hier steht versteht man das dieser Turm wohl eines der am meisten fotografierten Motive in Atlantic Canada ist. Irgendwann ist aber genug des Guten und der Magen meldet sich. Gegen 8 Uhr geht’s dann zu „Tea & Treasures“, dort lösen wir unseren Gutschein für das Frühstück ein. Es gibt freie Auswahl aus der Karte. Das ist mal kompromisslos. Es gibt typisch english, Toast, Eier, Bratkartoffeln und alles mit Ketchup. Auf Wunsch versteht sich. Noch mal Kaffee nachgießen und dann zurück zum Hotel. Jetzt geht’s an die Tripplanung diesmal im Wohnzimmer neben dem Office. Dabei wird wieder ein Kaffee serviert, der geht aufs Haus und bei der Gelegenheit gleich mal die Webseite aktualisiert. Da waren im Trip noch ein paar Fehler drin.
So, der Plan ist Lunenburg. Das Wetter soll nicht so gut sein, sporadisch Regen und in Lunenburg gibt es ein Fischereimuseum. Dazu aber später mehr. Wir wählen eine gemischte Route aus Landstraße und Highway, vorbei an Chester. Dort soll es eine Insel geben – Tancook. Nach genauerem betrachten ist das aber weniger cool und die 20$ / Person sparen wir. Die kann man durchaus besser investieren. Weiter geht’s nach Lunenburg. Dort angekommen parken wir das Auto und stehen direkt neben dem Museum. Checken ein und bekommen erst einmal ein Armband. All inklusive? Nein leider nicht. In dem Museum bekommen wir eine Druckbetankung in Form einer Führung. Diane erzählt alles Wesentliche zu dem Thema Fischfang hier in Nova Scotia, insbesondere rund um Lunenburg. Jetzt versteht man einiges viel besser und es ist interessanter als es auf den ersten Blick schien. Zwischendurch gibt sich das Wetter die Ehre und befeuchtet mal mehr und weniger die Erde – also es regnet. Bevor wir uns auf den Heimweg machen, testen wir noch das im Museum befindliche Restaurant. Es gibt „Ausgewählte Vorspeisen aus dem Mehr“ und eine Pizza mit diversen Belägen, u.a. Hummer. Der Preis ist OK und so tauschen 40$ ihren Besitzer. Das Wetter ist gerade mal wieder fast wolkenlos, also Rückzug. Der Parkplatzausgang verlangt 3$ in Bar und abgezählt – ups, no credit card. Erst mal jemanden finden der hier Geld hat und ´nen 5$ Schein wechseln kann. Danach klappt es auch mit der Schranke. Auf dem Rückweg verfahren wir uns und kommen in eine Sackgasse direkt am Meer zum stehen. Da sind doch tatsächlich 2 die wir im Flugzeug und bei Alamo getroffen hatten. Ist Kanada denn so klein – scheinbar ja. Mal sehen wie häufig uns das noch passiert. Wir plaudern eine Weile über dies und das, dann geht’s wieder los. Die Gegend ist echt super aber dem staunen machen wir ein Ende und wechseln auf den Highway. Das geht jetzt schneller, langsam kommt die Müdigkeit. Gegen 7pm sind wir wieder zurück, die Sonne sagt gute Nacht und wir tippen noch kurz das in den Computer, übertragen es auf die Webseite und freuen uns auf morgen. Jetzt aber erst einmal schlaaaafen.

16.09.2009 Trip zum "Lighthouse Peggy´s Cove"

Heutiges Ziel ist der Leuchtturm bei Peggy´s Cove. Kurz waren wir schon mal da aber heute geht es zu Fuß dahin. Doch der Reihe nach.
Erst einmal frühstücken, wie immer bei „Tea & Treasure“. Diesmal wagen wir mal anstatt Bacon, Sausages. Das machen wir bestimmt nicht wieder. Dafür muss man hier geboren sein. Der Rest ist in Ordnung. Noch mal kurz zum Hotel und dann geht es los. Wetter gut und der Straße lang, das ganze mit einiges Stops in Geschäften und Gift shops. Dann sind wir irgendwann auch angekommen. Wir machen so ca. 1 Millionen Fotos von dem Leuchtturm und legen uns ein wenig auf die Granitsteine, relaxen einfach während vor dem Turm ein Mädel sich im Dudelsack spielen übt. Das ist mal Stilecht. Nach 30 Minuten haben wir alle Stücke bestimmt 5 Mal gehört und beschließen mal die Gastronomie hier zu testen. Es gibt Sprite, einen Salat mit Erdbeerdressing !! und Chicken Fingers mit Fries und seltsames Brot aus einer Muffinform. Alles macht mega satt und so beschließen wir noch mal ein paar Bilder vom Turm zu machen, immerhin sind bestimmt 10 neue Busse durchgeschleust worden. Der Turm sieht noch genauso aus. Rückzug, noch ein Eis auf die Hand und los geht’s. Wir schlendern so die Straße entlang, denken noch „Niemals geht hier jemand zu Fuß“ kommt uns blinkend ein Auto entgegen und hält an. Na klar, das sind wieder die Zwei aus dem Flugzeug. Kanada ist ja auch so klein. Wir plaudern eine Weile und vermuten das wir uns jetzt aus dem Weg gehen, denn ein viertes Mal sollten wir uns nicht treffen. Das ist dann bestimmt kein Zufall mehr. So schlendern wir weiter und kommen an der Fabrik, dem Laden vorbei der immer zu hat. Wir gehen hin um mal zu sehen was es da gibt – na klar. Auf unsere Frage „what are you selling?“ Kommt ein ganz klares – Lobster, only Lobster! Ok, dann checken wir mal die Lage und bestellen so ein Krabbeltier. Vergewissern uns noch mal das er auch nicht mehr weglaufen kann, wir Ihn nicht mehr kochen müssen und eigentlich nur noch essen wollen. Die Order steht, cooked and cracked, 5pm ist der kleine Reisefähig. Also bis nachher. Jetzt geht’s erst einmal zum relaxen ins Hotel

Station 3 (C): Digby

Mountain Gap Inn
217 Highway 1, Smith´s Cove
Digby County, NS B0S 1S0

17.09.2009 Über Kejimkojik nach „Smith´s Cove“, bei Digby

Good by Indian Harbour, heute verlassen wir unser erstes Quartier und siedeln über nach „Smith´s Cove“. Das liegt an dem Highway 101 Abfahrt 24. Doch bevor wir dort ankommen, wollen wir uns noch den National Park Kejmkojik anschauen. Mehr als ein erster Eindruck ist allerdings aufgrund der Zeit nicht drin. Es ist zwar mit der kleinste Park, aber allein für diesen könnte man problemlos mehrere Tage einplanen, wenn man denn alles sehen möchte. Wir stürmen das Visitor Center, lösen noch die Tageskarte und lassen uns eine Empfehlung geben, welche Route für uns geeignet ist. Die Route 3 „The beech grove“ passt ganz gut. Der „Mersey River“, der durch den Park fließt, sieht erst ganz harmlos aus, dann verwandelt er sich allerdings in einen reißenden Strom mit kleinem Wasserfall. Gute Gelegenheit einige Fotos zu machen. Wir fahren noch an ein paar andere Stellen im Park und bedauern so wenig Zeit zu haben.
Über die Landstraße 8 kommen wir weiter bis zum Highway 101, dann nach einigen Abfahrten erreichen wir die Abfahrt 24. Kurze Zeit später sind wir am „Mountain Gap Inn“ angekommen. Wie üblich werden wir freundlich empfangen und sind gespannt auf unsere Unterkunft. Nummer 10 ist für die kommenden Tage unser. Unser erster Eindruck ist nicht so begeistert, das Zimmer ist zwar geräumig, es gibt zwei Betten, ein Bad mit Badewanne, Veranda mit Meerblick aber irgendwie hatten wir laut Beschreibung mehr erwartet. Internetzugang ist nur an der Rezeption und vielleicht im Pub / Restaurant gegenüber der Rezeption möglich. Vielleicht sind wir ein wenig verwöhnt? Nachdem wir eingezogen sind fahren wir erst einmal nach Digby. Dort sind wir hingegen eher positiv überrascht. Der Tidenhub ist Wahnsinn, man sieht es in dem Hafen wo und wie die Schiffe festgemacht sind. Die Infrastruktur ist in Ordnung, es gibt Supermärkte, die üblichen Fast Food Ketten und gepflegte Gastronomie zu erschwinglichen Preisen. Diverse Anbieter für Whalewatching preisen Ihre Leistungen an. Das hatten wir eigentlich auch vor, doch zum einen der zeitliche Aufwand (man ist den ganzen Tag dafür unterwegs), die Kosten und das Risiko überhaupt Wale zu sehen macht uns die Entscheidung leicht das Geld lieber anders zu investieren. Mit ca. 100$ ist das nicht gerade günstig. Auf dem Rückweg zum Hotel kaufen wir noch etwas zum Abendessen. Salat mit Lachs und Brot ist ein guter Abschluss und so kommen wir im neuen zu Hause an, drehen noch eine Runde über den Platz und überlegen in Ruhe, was morgen so unternommen wird.

18.09.2009 Bear River, Anapolis Royal, Digby

Auf geht es in den verspielten künstlerisch angehauchten Ort. Nova Scotia little Switzerland, wie es auch liebevoll genannt wird. Wir verschaffen uns erst einmal einen Überblick. Das Zentrum sind einige wenige Geschäfte und scheinbar auch so eine Art Restaurant, welches den zentralen Kern hier im Ort darstellt. Wir beschließen mal zu checken ob es hier ein Frühstück gibt. Dem ist so und es ist wirklich gut. Jetzt kann der Tag wirklich starten. Durch den Ort laufend kommen wir an dem Visitor Center vorbei, die Frau an der Rezeption gibt uns einen kompletten Überblick und hat auch noch einige Empfehlungen parat. So machen wir uns auf den Weg diese anzusteuern. Allseits gegenwärtig ist hier der Bear River. Obwohl der Ort 6km im Landesinneren liegt sind auch hier Ebbe und Flut zu beachten. Unseren Abschluß bildet ein Besuch bei „The fancy flight“, hier stellen die Künstler des Ortes Ihre Kunstwerke aus, welche natürlich auch erworben werden können. Wir quasseln ein wenig mit Rob, der u.a. Steine bemalt, Postkarten fotografiert und sich scheinbar um die Galerie kümmert.
Genug gesehen, los geht es Richtung Anapolis Royal. Hier waren schon mal die Franzosen und die Engländer im Wechsel ansässig. Heute kann man die Spuren beider Völker noch betrachten. Insbesondere im „Fort Anne“ kann man die ursprünglichen Befestigungsanlagen aus dem 18 Jahrhundert bestaunen. Die Anlage ist übersichtlich und super gepflegt. Bei gutem Wetter einfach klasse hier nur zu relaxen. Das Pulvermagazin aus Stein ist das einzigste Gebäude was noch komplett erhalten ist, von den alten Kanonen abgesehen. Gleich neben dem „Historic Garden“ befindet sich ein deutscher Bäcker – klar dass wir da mal reinschauen und ein Brötchen kaufen. Dann geht es damit in den „Historic Garden“. Der Garten zeigt alles was hier so wächst, besonders im hinteren Teil ist ein Wasserlauf eingearbeitet bei dem es sich sehr wohl lohnt einige Fotos zu machen. Das Wetter ist auch gut und die Sonne sorgt für das passende Licht. Nächste Station ist das Gezeitenkraftwerk „Anapolis Tide Generating Station“. Seit Anfang der 80er Jahre wird hier Strom erzeugt. Der große Tidenhub von bis zu 16 Meter, wird hier genutzt. Es gibt nur 3 solcher Kraftwerke weltweit und dieses ist das einzige in Nordamerika. Hier sollten einmal viele solcher Kraftwerke entstehen, leider sind die „Nebenwirkungen“ strittig und so ist es bei dem einen geblieben. Dann war ausruhen angesagt, bedeutet zurück ins Hotel. Abends ging es zum Essen noch mal nach Digby, wenn  man hier schon mal ist dann sollte man sich Jakobsmuscheln nicht entgehen lassen. Digby ist eine Hochburg (Die größte Muschelfangflotte der Welt ist hier stationiert) was Jakobsmuscheln angeht und in unterschiedlichen Restaurants gibt es Menüs zu günstigen Preisen. Unser Menü war alles andere als „Fastfood“ , richtige Kartoffeln mit Gemüse kommen hier nicht jeden Tag auf den Tisch.

19.09.2009 Lighthous Trail auf dem Weg nach Süden

Ursprünglich war ja für heute einmal Whalewatching geplant. Das haben wir aber abgesagt und stattdessen uns für die Fahrt an der Küste weiter südlich entschieden. So geht es auf dem Lighthouse Trail weiter und für heute sind 3 Leuchttürme auf unserem Programm. Ganz ungezwungen und ungeplant, immer dann wenn wir einen sehen steuern wir diesen an.
In dem ersten gibt es gleich einen Kapuzenpulli mit Nova Scotia Emblem, denn der Ursula ist so kalt. Der Lighthous Trail ist aber auch etwas für Kirchenfans. Auf unserer Tour treffen wir die größte Holzkirche Nordamerikas an, etwas über 40 Meter ist der Turm hoch und ist mit Felsbrocken verstärkt. An einer Raststätte mit kleinem Supermarkt machen wir halt und hören einen ziemlichen Motorenlärm. Kurze Zeit später sehen und hören wir warum und wieso. Bei uns heißt das „Tracktor Pulling“ und hier macht man das wohl mit Trucks oder 4x4 Fahrzeugen. Naja, der Motor klingt schon nicht ganz serienmäßig. Auf unserer Route kommen wir bis Yarmouth (so weit wollten wir gar nicht), fahren kurz durch und beschließen hier etwas zu essen. Das klappt erst gar nicht so wie wir wollen, denn hier gibt es an der Mainstreet nix als Fast Food und kurz bevor wir wieder am Auto sind entdecken wir eine klasse Restauration. Wir teilen uns einen Greek Salad und essen jeweils einen „Seafood Chowder“ Sehr zu empfehlen, das können die hier wirklich gut. Der letzte Leuchtturm auf dem Rückweg will erobert werden. Erst fahren wir in die falsche Richtung und dann liegt auch noch jede Menge Wasser zwischen uns und dem Turm. Also wieder eine lange Strecke zurück und dann auf den richtigen Pfad. Am Turm angekommen, einfach nur Begeisterung. Das Wetter ist mittlerweile super sonnig, sehr windig aber warm. Hier halten wir uns relativ lange auf, machen etliche Fotos, werfen noch einen leckeren Kaffee ein und müssen dann leider die ganze Strecke wieder zurück fahren. Nun sind es doch wieder mehr als 150km an diesem Tag geworden (Das wollten wir eigentlich nicht) aber die heute waren es erst mal wieder Wert. In unserem Hotel zurück ist schon fast alles auf Schlafen eingestellt, das Restaurant ist schon zu, also bleibt uns nur noch kurz eine Runde zu Fuß zu drehen und dann geht’s ins Bett. Morgen geht es dann auf unsere längste Strecke nach Cape D´Or, ca. 500km.

Station 4 (D): Cape d'Or

Lightkeepers Kitchen and Guest House
No. 1 Cape D´Or Road
Cape dÓr / Advocate, NS B0M 1A0

20.09.2009 Cap d´Or

Heute kommen wir zu unserem längsten Etappenziel. Wir müssen die Strecke fast wieder bis zu unserem Ausgangspunkt in Halifax zurückfahren. Es ist auch fast alles Autobahn und so passiert auch nichts großartig Besonderes. Eine Ausnahme. Hier sind die Gezeitenschwankungen auch in den Flüssen Meernähe stark ausgeprägt und so bieten einige Anbieter Raftingtouren an. Das Spezielle daran ist nun, man fährt quasi auf einer Flutwelle den Fluss hinauf. Wir biegen von der Autobahn ab und suchen uns eine Stelle wo man genau dieses Phänomen beobachten kann. Wir haben ziemlich viel Glück dabei. Zum einen treffen wir exakt den Zeitpunkt mit der Flut und zum Anderen finden wir eine Stelle an der wir genau diesen Spaß beobachten können. Nach einer guten halben Stunde ist der Spaß vorbei und wir fahren weiter. Die Gegend hier ist doch gänzlich anders als im Süden von Nova Scotia. Es ist dichter besiedelt und es scheint auch mehr Industrie hier zu geben. Als wir an Windsor vorbeikommen fragen wir uns, ob hier die Textilien gleichen Namens herkommen? Die Fabrik ist aber wohl nicht mehr in Betrieb, welche wir am Rande der Autobahn sehen. Mittagessen fällt heute mal ganz anders aus. In einem Farmer Market kaufen wir alles was man braucht und essen es auch gleich auf dem Parkplatz auf. Auf geht es zu den letzten knapp 100km bis zum Ziel. Die Strasse führt mal mehr oder weniger am Ufer entlang bis endlich Schilder auf unsere Herberge hinweisen. Die letzten 5km sind dann eher ein besserer Feldweg und ganz heftig wird es dann auf der direkten Anfahrt. Jetzt muss unser Ford Escape mal zeigen was er kann. Es geht mit mehr als 45 Grad den Berg hinab (und später wieder hinauf). Dann sind wir angekommen. Ein wirklich atemberaubender Blick, klasse Unterkunft im Guest House und ein nettes Paar welches die Anlage betreibt. So gibt es hier noch das Abendessen und dann ab ins Bett. Mal sehen was morgen auf uns zukommt.

21.09.2009 Cape d´Or, „Cape Chignecto provincial parc”

Die ganze Nacht über konnte man das Meeresrauschen und den Wind hören. Das war gestern schon eine steife Briese. Windstärke 6-7 Bft. Wir kennen uns aus. Heute Morgen hörte das dann auf und auch das stündliche Aufwachen hörte auf. Gegen 7 Uhr ging dann die Sonne auf, zumindest sah es aus unserem Fenster so aus. Super Blick, allein dafür lohnt es sich hier her zu fahren. In einem leicht rötlichen Ton begann der Morgen, klasse Licht. Für ein Foto war ich wohl schon mal wieder zu spät dran. Es gab ein typisch kanadisches Frühstück mit Eggs und Toast, selbstgemachte Marmelade aus Mango und Pfirsich, Erdbeere und „what ever“. War lecker. Dann beschlossen wir den „Cape Chignecto provincial parc“ zu erobern. Auf dem Weg dahin kamen wir an dem Ort „Advocat Harbour“ vorbei. Einige Schiffe lagen hier im Hafen auf Grund. Nicht weil sie gesunken waren, es war einfach kein Wasser da. Es ist Wahnsinn und einfach immer wieder fantastisch wie hier die Gezeiten wirken. Im Park suchten wir uns eine einfache Route aus. Eigentlich geht die ca. 1 km am Meer lang und dann ca. 2,5 km auf dem Landweg zurück. Wir wussten es mal wieder besser und haben dann die längere Route genommen. Knapp 10 km waren es dann und es ging steil nach oben. Hinter jeder Kurve glaubten wir nun kommt der Gipfel aber wir mussten noch ein wenig warten. Belohnt wurden wir dennoch, denn als wir oben waren kamen keine weiteren Anstiege. Der Wald oder besser der Canyon war klasse, gute Entscheidung. Diese Ruhe hier – fantastisch. Der Rückweg ging dann mit einem Stopp im Supermarkt zum Brötchen fassen vorbei am Hafen wo heute Morgen noch die Schiffe auf dem Grund parkten direkt wieder zu unserem Leuchtturm. Die Sonne strahlte so stark das man einfach nur draußen sitzen musste und das ablaufende Wasser beobachten musste. Jetzt gibt es was zu essen und deswegen geht es morgen weiter.  

Station 6 (E): Little Shemogue

Little Shemogue Country Inn
2361 Route 955
Little Shemogue, New Brunswick E4M 3K4

22.09.2009 Little Shemogue wir kommen

Der Abschied am Cape d´Or war schon ein wenig schwer. Das ist einfach eine einmalige Location und die Leute die dort ebenfalls mit im Guest House waren, waren sehr nett. Aber los geht’s. Die Tour heute ist nicht ganz so weit, ca. 200 km standen auf dem Programm. Unser erster Halt war in Parsborrow. Hier haben wir bei Tim Hortons noch einen Snack eingenommen und auch die Stadt noch ein wenig angesehen. Witzig ist die ziemlich große Indianerfigur mitten im Zentrum. Die restliche Tour ist eher unspektakulär. Die Gegend ändert sich, es sind je näher wir nach New Brunswick kommen nicht mehr so viele Laubwälder zu sehen und es gibt viel mehr freie Flächen als Wiesen. Wir erreichen Little Shemogue und schauen uns erst einmal um. Alles ist verschlossen und wohl niemand zu Hause. So setzen wir uns auf die Stühle vor die Tür und warten. Keine 15 Minuten später kommt auch schon jemand und gibt uns unseren Zimmerschlüssel. Wow – das ist echt super. Das Zimmer ist einfach Klasse in dem Guesthouse. Groß und sehr geschmackvoll eingerichtet, wie alles hier. Später erfahren wir, dass wir ein Upgrade auf unser ursprünglich gebuchtes Zimmer bekommen haben. Wir klären noch wo hier was zu besichtigen ist und laufen noch abends eine Runde am Strand herum. Das könnte auch Texel sein, die kleinen Häuschen hier sehen fast genauso aus. Abends erfahren wir, dass es auch im Guesthouse einen Internetzugang gibt. Dieser ist zwar ziemlich langsam, gefühlte 2400 Baud, aber er geht. Morgen gibt es dann Frühstück – deutsches Frühstück. Wir lassen uns mal überraschen.

23.09.2009 National Park Kouchibouguac

Gut geschlafen haben wir. Das Frühstück war lecker – sogar deutsch angehaucht mit Obstsalat, Kochschinken und Käse. Jetzt geht es los. Wir entscheiden uns erst die weite Strecke bis zum Kouchibouguac zu fahren. Auch hier sind kaum Menschen unterwegs. Unseren Eintritt bezahlen wir im Infozentrum, dann fahren wir zu Kellys Beach. Zu Fuß über einen langen Holzsteak gelangen wir zum Strand. Unvorstellbar ein traumhafter Strand und nur eine Handvoll Menschen und ein Seehund. Heute ist es über 20 Grad warm, wir genießen ein Sonnenbad am Strand. Zwei nette „Hiking Trails“ nehmen wir noch mit: Salt Marsh und Beaver. Leider haben wir keinen Biber gesehen. Die Wälder sehen im Park aus wie kleine Urwälder. Die Bäume werden immer bunter. Wir können uns immer mehr vorstellen, wie im Oktober der Indian Summer aussieht. Der Hunger treibt uns aus dem Park, hier haben die Restaurants schon Winterpause. In Bouctouche haben wir bei Pizza Delight eine Lasagne gegessen. Einkaufen wollten wir in Chediac, gelandet sind wir in Moncton – der drittgrößten Stadt von New Brunswick. Den Abend lassen wir mit Lachs und Salat im riesigen Wohnzimmer unseres Hotels ausklingen. Morgen geht’s über die Confederation Bridge auf die Prince Edward Island, kurz genannt PEI. Gute Nacht, bis morgen.

Station 7 (F): Prince Edward Island, West Point

West Point Lighthouse
364 Dunes Park Road
CDN West Point, PE C0B 1V0

24.09.2009 West Point auf Prince Edward Island

Wie der Wetterbericht vorhergesagt hat regnet es, doch es soll im laufe des Vormittags aufhören. Bei einem ausgiebigen Frühstück besprechen wir den Tagesablauf und klönen mit unserer Vermieterin über die Unterschiede zwischen Deutschland und Kanada. Als wir aufbrechen wird das Wetter immer besser und wir erreichen P.E.I. über die „Confederation Bridge“. Das ist schon eine imposante Brücke, welche P.E.I mit dem Festland verbindet. Der Weg auf die Insel ist frei, die Rückfahrt muss gezahlt werden. Nicht ganz günstig, so ab 42 Dollar geht es los. Wahrscheinlich werden wir die Rückfahrt mit der Fähre machen, das ist für uns günstiger. Wir können dann noch einiges von der Insel sehen und sitzen auch weniger im Auto. Auf der Insel steuern wir als erstes Summerside an. Hier gehen wir bei Ford einmal einen Liter Öl kaufen nachdem in einem Autoteile Geschäft das richtige nicht verfügbar ist. Wir halten aber in dem Autozubehörladen einen netten Plausch mit dem Besitzer. Erörtern die Vorteile der deutschen Autobahnen und der rasanten Topspeeds die in Deutschland gefahren werden. In Summerside ist wie bei vielen Geschäften hier „closed for season“ um diese Zeit. So kommt wirkliches Stadtleben nicht gerade auf und der Trubel den man bei uns gewöhnt ist gibt es hier nicht. Die Anfahrt zum „Westpoint Lighthouse“ verläuft also auch entsprechend relaxed und wir nehmen dann doch mal die Autobahn, um wenigstens ein bisschen Leben zu sehen. Die Strandtour ist zwar relaxed aber auch ziemlich langgezogen. Noch eine letzte Umleitung, weil hier jemand an einer Brücke bastelt, dann sind wir da. Wir checken ein und beziehen unser Zimmer. Wie erwartet ist es klein aber mit allem ausgestattet was man braucht. Die Atmosphäre ist jedoch schon ein wenig wie vor 100 Jahren. Internet? Das kennen die hier wohl aus dem Fernsehen. Um ein wenig Mails zu checken mit ausdrücklich langsamer Geschwindigkeit bietet uns die Frau an der Rezeption an Ihr Büro nutzen zu können. So wichtig ist es nun auch noch nicht und bevor es nicht mehr geht haben wir ja ein Handy und damit geht es auch. Das Wetter ist mittlerweile wach geworden und zeigt sich von der besten Seite, wenige Wolken bis zum total klaren blauen Himmel. Raus geht’s Richtung „West Point Harbour“ Wir schauen den Fischern beim einlaufen in den Hafen zu und wie ihr Fang verladen wird. Die kommen mit einem Speed in den Hafen gefahren, das hat man in Deutschland noch nicht gesehen. Die Boote sehen quasi alle gleich aus, sobald man den Motor hört vermutet man „Da steckt mehr hinter“. So ist es dann auch, wenn man die Jungs fahren sieht. Der Versuch in dem Hafen einen Kaffee zu bekommen scheitert. Das Geschäft hat zwar auf, die Kasse mit Wechselgeld liegt auf dem Tresen und ein Schild weist darauf hin was alles so kostet und das man sich bedienen soll. Geld bezahlen bitte nicht vergessen. Das würde es in Deutschland wohl niemals geben. Der Kaffee ist leider kalt und neuen kochen möchten wir nicht. Also gehen wir wieder und zwar ohne die Wechselgeldkasse! Zurück im Leuchtturm essen wir zu Abend und genießen den Sonnenuntergang. Danach geht’s ins Bett und schlafen bei Meeresrauschen.

25.09.2009 Unser erster richtiger Regentag

Ein Blick aus dem Fenster, ups es regnet. Nicht so wie gestern, dass sieht so aus als ob es länger regnen wird. Erst einmal frühstücken und dann weiter sehen. Es gibt Kaffee, Saft, Toast, Marmelade, Müsli, …. Eigentlich alles was man braucht. Man muss es nur selber holen und machen. Das ist egal und auch gar nicht so schlimm. Was machen wir also mit dem Tag? Der westliche Teil der Insel ist wohl gut an einem solchem Tag zu schaffen. Ab und an gibt es einen Tim Hortons zum ausruhen. Leider sitzen wir dann wieder mal den größten Teil des Tags im Auto aber das lässt sich jetzt nun mal nicht vermeiden. Unser Ziel ist das „North Cape“. Wer nun glaubt das liegt in Norwegen, der liegt halt falsch. Als Beweis haben wir auch gleich ein Foto gemacht. Die eigentliche Attraktion hier ist das Museum zum Thema Windenergie. Nach einem Mittagessen im Restaurant widmen wir uns dem und bekommen viele Infos hier um die Anlage. Auf dem Rückweg schauen wir noch schnell bei dem einen und dem anderen Leuchtturm vorbei (nur um die mitzunehmen) und fahren aber auf kürzestem Wege zu unserem Hotel zurück. Den Abend beschließen wir bei einem Spaziergang, teilweise im Regen und bei einem Essen aus Muscheln und „Cesars Salad“. Dann noch etwas Fernsehen schauen und warten auf den nächsten Tag, an dem das Wetter wieder in Ordnung sein soll.

26.09.2009 Lennox Island

Auf den Wetterbericht in Kanada ist verlass. Die Welt ist wieder in Ordnung, aber sie ist kalt geworden.Gefühlte 2 Grad bei Sonnenschein. Unser Ziel heute ist Lennox Island. Hier sollen noch ca. 40 Indianerfamilien leben, die man besichtigen kann. Bei dem Gedanken muss ich mir überlegen ob ich besichtigt werden will, so krass wird es wohl nicht sein – hoffentlich. Ihre Kultur soll wohl mehre tausend Jahre alt sein. Dieses ist in einem Museum anschaulich dargestellt. Als wir auf der Insel ankommen ist hier zwar wie auf dem Rest der Insel nichts mehr los aber immerhin gibt es hier „Free WLAN“. Also schnell mal Mails lesen. Mittlerweile nehmen wir das Netbook immer mit. Wir nutzen mal die Zeit und drehen eine Runde über den „Forefather trail“, allerdings die kurze 3,6 km lange Runde. Die 9 km Tour ist uns zu weit – und auch nicht wirklich spannend. Man läuft zwar durch einen schönen Wald, zur Geschichte der Indianer erfährt man hier allerdings nicht so viel. Gegen Mittag geht’s wieder zurück, kurzer Stopp bei Tim Hortons zum Mittag. Bei uns am Hotel angekommen, machen wir mal einen ausgiebigen Strandspaziergang und auch andere nutzen das tolle Wetter. Ein Brautpaar hat sich den Strand für die Hochzeitsbilder ausgesucht. So schauen wir der Gesellschaft beim lustigen Shooting eine Weile zu. Abends gibt es noch einmal einen herrlichen Sonnenuntergang. Beim Abendessen beschließen wir das Hotel früh zu verlassen und noch in Charlottetown eine Mall zum Shoppen zu besuchen. Damit haben wir mit P.E.I wohl erst einmal abgeschlossen. Die Leute hier sind ab September nicht mehr auf Touristen eingestellt. An jedem zweiten Geschäft steht „sorry, we are closed for season“. Das gilt übrigens nicht nur für Geschäfte, Speisekarten sind auch nicht mehr ganz verfügbar. Wer die Gegend hier erkunden möchte und dieses möglichst ungestört, landet einen Volltreffer. Uns ist es allerdings etwas zu ruhig, obwohl wir hier eine sehr schöne und vor allem sehr erholsame Zeit hatten. In dem Sinne freuen wir uns auf morgen und ein wenig mehr Trubel.

Station 8 (G): Tatamagouche

Tatamagouche: Train Station Inn
21 Station Road
Tatamagouche, NS B0R 1V0

27.09.2009 Farewell P.E.I., welcome back in Nova Scotia

Früh aufstehen wollten wir und noch ein wenig etwas von dem Ostteil der Insel sehen, bevor wir auf die Fähre nach Nova Scotia einchecken. Ganz so früh ist es nun nicht geworden, aber vor 8 Uhr haben wir alle unsere Sachen gepackt, verstaut und sind unterwegs. Erster Stopp ist in O´Leary das Kartoffelmuseum. Hier gibt es Free WLAN und da es auf dem Weg liegt, checken wir hier kurz Mails und machen ein Update auf die Webseite. Eine Grußmail an einige Freunde wird sofort von Holger beantwortet. Das ist mal eine Reaktion in absolut kurzer Zeit. Gut so. Nächster Stopp ist Tim Hortons. Hier gibt’s erst einmal Frühstück, danach geht es gut gelaunt weiter auf dem Highway 2 in Richtung Charlottetown. In der Stadt ist einiges los, aber leider auch vieles geschlossen. Sonntags machen die meisten Geschäfte erst ab 12 Uhr auf. So verbringen wir einige Zeit in der „Foundation Hall“ und widmen uns dem interaktiven Museum zur Gründung Canada´s. Das hat sich gelohnt und hat super Spaß gemacht. Für alle, die es einmal nachlesen möchten, Charlottetown hat gerade bei der Gründung von Canda eine besondere Rolle gespielt und jetzt ist auch klar warum die Brücke nach P.E.I. „Confederation Bridge“ heißt. Nach soviel Geschichte geht es weiter. 14:30 Uhr geht unsere Fähre und die wollen wir nicht verpassen. Entlang dem Highway 1 besuchen wir noch kurz den ersten Leuchtturm auf der Insel. Machen ein Foto und weiter geht’s. Witzig ist, entlang des Highways machen viele Leute private „Flee Markets“. Was man alles so verkaufen kann. Es herrscht buntes Treiben. An der Fähre angekommen, zahlen wir und reihen uns in die Schlange ein. Die Überfahrt dauert 1 ¼ Stunde. Die Zeit ist gut zu nutzen, um einiges für die Webseite zu schreiben. Oben in der Kantine des Schiffes gibt es unterschiedliche Leute zu sehen, welche sich Pommes (French Fries) und ähnliches „Convenience Food Zeug“ reinschaufeln. Also gehen wir zurück in Auto und machen ein Schläfchen, vorher noch einige Notizen. Wie diese hier.

28.09.2009 Tatamagoushe und Umgebung

Der Morgen begann mit strömenden Regen. Dafür war aber das Frühstück gut. Dieses gab es in dem alten Bahnhof. Der Besitzer des „Train Station Inn“ gab uns erst einmal einen Überblick über diese Anlage. 1970 hatte er diesen alten Bahnhof gekauft nachdem dieser schon seit Jahren für den Personenverkehr nicht mehr genutzt wurde. Güterzüge fuhren hier noch eine Weile aber 1970 war dann endgültig Schluss damit. Die Tagesplanung war dann in die „Steam Mill“ zu fahren. Eine von einigen hier in der Gegend, wie sich bei der Führung herausstellte. Die Frau welche die Führung machte sprach ziemlich schnell und einen seltsamen Akzent, so verstanden wir nicht alles im Detail aber durch die anschauliche Präsentation konnten wir uns den Rest denken. Jetzt wissen wir auch wer „Alexander Sutherland“ ist. Es regnet immer noch, also geht es weiter in Richtung Truro. Wir wussten nicht was auf uns zukommt, bei den Reiseführen hat der Ort keine echte Spur hinterlassen. Eine Mall ist dann unser Ziel. Was kann besser sein als shoppen bei Regen? In der Mall gibt’s dann was zum Mittagessen. Das war nicht gut. Georg ist völlig neben der Spur und würde am liebsten das Essen zurückbringen – überarbeitet versteht sich. So quälen wir uns zurück zu unserem Eisenbahnwaggon mit einem kleinen Umweg durch ein Skigebiet. Leider liegt noch kein Schnee. Wieder angekommen ist erst einmal ein Mittagsschlaf angesagt, welcher nicht lange anhält. Die Sonne kommt raus, die Temperaturen steigen von heute Morgen 10 Grad auf deutliche Mitte 20 Grad. Ist schon seltsam wie das hier von kalt auf warm wechselt. Als ob jemand die Heizung anmacht. Vielleicht haben viele Kanadier aus diesem Grund immer kurze Hose and und laufen sogar ohne Schuhe? Also wir jetzt auch, kurze Hose, T-Shirt und auf geht’s durch Tatamagoushe. Das hat sich gelohnt. Die „Community“ hat hier direkt am Wasser einen Steg mit Grillplatz gebaut der sich sehen lassen kann. Wir setzen uns hier eine Weile hin und relaxen einfach. Super Ausblick, klasse Spätsommerabend. Final gehen wir im Eisenbahnwaggon neben uns noch einen Salat essen und noch mal einen „Seafood Chowder“, gönnen uns ein Bier (Das kostet knappe 6$ hier, die Flasche, nicht die Kiste) und dann geht’s ab in unseren Waggon. Morgen geht es zurück nach Halifax, unsere letzte Nacht in Kanada, NS.

Station 9 (H): Halifax

Halliburton Hotel
5184 Morris Road
Halifax, Nova Scotia, B3J 1B3

29.09.2009 Halifax

Den Tag haben wir mit einem kontinentalen Frühstück im alten Bahnhof begonnen. Schon um 8:45 Uhr fuhren wir Richtung Halifax. Ein zweites Frühstück haben wir bei Tim Hortens eingeworfen mit Vanille-Capuccino – igitt, viel zu süß. Die Wegbeschreibung zum Hotel führte uns über die Brücke von Dartmouth nach Halifax. Dafür benötigt man 0,75 Dollar Kleingeld. Wir hatten die natürlich nicht und konnten nur 0,25 Dollar einschmeißen und die Schranke blieb geschlossen. Aus Mitleid wurde uns die Schranke von Hand geöffnet. Gegen 11:30 Uhr sind wir am Hotel angekommen. Unser Zimmer war leider noch nicht fertig, daher haben wir ein Upgrade zur Suite bekommen. 80 qm auf zwei Etagen, hier lässt es sich aushalten. Ein Stündchen Pause und dann ging unsere Erkundungstour los: Spring Garden Road, Einkauf bei Subway, essen im Public Garden, Citadel National Historic Site mit Dudelsackmusik, Waterfront Boardwalk und Historic Properties. Am Wasser haben wir Kanadas bester und vor allem teuerste Eisdiele gefunden. Eine Kinderkugel für 3,50 Dollar, günstiger ging es nicht. Na ja, geschmeckt hat es. Da wir fußlarm waren, sind wir schon um 18:00 Uhr zum Abendessen gegangen. Für heute hatten wir von CANUSA einen Gutschein zum Lobsteressen. Das ist gar nicht so einfach mit Nussknackern und Plastikpieksern auf das Tier loszugehen.  Die Lobster konnten sich ja nicht mehr wehren. Dann ging es zurück zum Hotel, fertigmachen für die letzte Nacht in Kanada.

30.09.2009 Halifax - Frankfurt; Jetzt gehts nach Hause

Die Nacht war komisch unruhig. Richtig schlafen konnten wir nicht, obwohl das Zimmer mit abstand das Beste war, was wir bisher auf dem Trip hatten. Einige Insekten hatten uns doch noch erwischt was irgendwie nervte, es juckte an einigen Stellen unangenehm. Das Zimmer hatten wir bis 12 Uhr, also genug Zeit um noch ein wenig im Internet zu surfen, in Ruhe zu duschen, zu Frühstücken, Koffer zu packen und an die Pier zu gehen. Das Wetter war um 180 Grad verkehrt zu gestern. Strahlend blauer Himmel bei 21 Grad um 10 Uhr. Um die Skyline von Halifax noch mal zu Gesicht zu bekommen fuhren wir mit der Ferry nach Dartmouth. Das ist die günstigste Möglichkeit die Skyline von Halifax zu sehen. Morgens steht auch die Sonne für Fotos passend. Mit 4 Dollar 50 waren wir dabei, für Hin- und Rückfahrt. Das war günstig. Die Tour ist auf jeden Fall als „must have“ zu betrachten. Der Anblick ist ähnlich wie in New York oder Toronto – zumindest ähnlich. Erinnert aber auch an San Francisco wegen der Brücken. In Dartmouth wollten wir noch in die „Mic Mac Mall“ zum shoppen. Ursula hat noch ein paar Teile eingekauft aber so richtig in Kaufrausch sind wir nicht verfallen. Des guten Wetters wegen sind wir dann Richtung Airport gefahren. Einige Abfahrten vorher sind wir dann noch mal aufs Land abgebogen und haben uns einfach an einen See gesetzt. Einfach noch einmal die Gegend wirken lassen. Leider geht das nicht ewig, 5pm muss das Auto wieder bei Alamo sein und besser ein paar Minuten früher als zu spät. So geht es langsam weiter. Ein letztes Mal bei Tim Hortons rein, einen kleinen Kaffee und einen Donut. Jetzt aber wirklich zum Airport. Die Autoabgabe ist easy, Kilometerstand aufschreiben, kurzes Übergabegespräch (Die Karre muss zum Ölwechsel, der nervte schon seit Tagen mit dieser Meldung). Ein Schreck noch, wir sind 3.329km gefahren. Das sind 1.300km mehr als wir eigentlich wollten. Ausser etwas mehr Kotsen für Benzin und dem vielen sitzen im Auto hat das aber keine Nebenwirkungen. Bei 96 Cent / Liter kann man sich das leisten. Weiter geht’s mit Koffer einchecken und schauen wann es weiter geht. Condor 3063 war für 18:45 Uhr geplant und eine Stunde „on top“, also 19:45 Uhr haben wir schon. Also warten. Das ist ganz relaxed in Halifax, hier gibt es überall „High Speed Internet for Free“. Also eine gute Gelegenheit mal die Bilder von Tag zu sammeln und diesen Text zu schreiben. Irgendwas mit Netbook, Notebook, Handy, … macht hier jeder.