Sylt


Impressionen

Sylt (Urlaubszusammenfassung)

(11.09.10) So, da sind wir nun auch mal auf Sylt gelandet. Nach langem hin und her wo es hingehen soll. Zwischen Kampen und Braderup, mit Blick auf den Leuchtturm in Kampen, super ruhiger Lage und einem wirklich tollem Appartement (naja eigentlich eher eine ganze Wohnung). Die Anfahrt wie immer gelassen, keine Staus auch der Transfer mit dem Autozug war ganz cool. So sind wir mittags dann erst einmal bei einem "Münchner Hähnchengrill" gelandet. Ok, ab jetzt gibt es dann nur noch Fisch zu essen ... Nachmittags ging es dann zum Shopping nach "Meyers Feinkost", klingt teuer, ist aber nach dem bezahlen dann eher ein "EDEKA Buschkühle" auf Sylt, schon ein wenig kostspieliger. Sind wir verwöhnt? - Nein, wer kommt auf so etwas! Dann gehts nach Wenningstedt, erst einmal an den Strand und dann gibts was zu beißen. Jetzt starten wir mit dem Thema Fisch (und Wein). Das wars für heute, morgen ist auch noch Zeit.

(12.09.10) Lange schlafen, frühstücken und dann geht´s los nach List. Dort schauen wir uns das "Erlebniszentrum Naturgewalten" von außen an. Das Wetter ist zwar nicht berauschend aber trocken so können wir auf die indoor Events erst einmal verzichten. Hier in List ist einfach nur mal so bummeln angesagt - relaxen, Cappucino trinken, schauen und auch ein wenig lästern. Zum Mittag gibts noch eine kleine Stärkung, denn jetzt gehts gleich auf Leuchtturm Tour. Sylt West und Ost und da ist noch der "Ellenbogen", welcher erwandert werden muss. Mit dem Auto gehts weiter, 5€ für die Zufahrt und dann am Leuchtturm West weiter zu Fuß. War da ncht was mit dem "Ellenbogen"? Dauert die Tour nicht maximal 1,5 Stunden? Warum sind wir 4 unterwegs? Ein Blick in die Karte klärt es auf, "Ellenbogen" ist zwar alles hier aber die 1,5 Stunden Tour ist wohl eher der obere Zipfel an der Insel. Wir sind dann wohl gefühlt am Knie gestartet und auch dahin wieder zurück gelaufen. Jetzt geht´s erst einmal unter die Dusche und dann nach Braderup zum Essen. Tschüß, bis morgen!

(13.09.10) Heute geht es zu Fuß los. Durch das Naturschutzgebiet "Braderuper Heide" auf direktem Weg zur Kupferkanne. Dort wird erst einmal ein Milchkaffee bestellt. Das Wetter ist auf keinen Fall so wie es im Wetterbericht erwähnt wird. Wenige Wolken und viel Sonne. Den Kaffee schlürfen wir draußen und es ist ist herrlich warm. Weiter geht es durch Kampen, wir wollen mal sehen was der Ort so zu bieten hat. Wir überqueren die Hauptstraße, schauen mal hier und mal da in die Geschäfte und Bistros und kommen so auf die Westseite von Kampen an die Küste. Dort befindet sich auch das alte Quermarkenfeuer "Rotes Riff". Unklar ist, ob das Quermarkenfeuer nun rotes Riff heisst oder der Leuchtturm in Kampen, bei uns um die Ecke. Abends mal bei Wikipedia nachgeschaut, wird man aus dem Ergebnis auch nicht wirklich schlauer. An der Westküste kehren wir im Bistro "La Grande Plage" ein und essen etwas. Danach gehts den Weg wieder langsam zurück. Eine nette Tour mit Zwischenstops und gefühlten 6-8 Kilometer länge. Kann man also ruhig mal so über Mittag machen. Danach gehts zum Mittagsschlaf und abends zum Bummel durch Westerland. Gute Nacht.

(14.09.10) Moin, heute Nacht zog ein leichter Sturm über Norddeutschland hinweg. Sylt ist dabei nicht verschont worden. Mit leichtem Regen begann der Tag. Nach dem Frühstück klärte es sich dann allerdings erst einmal auf. Unser Trip heute geht über Keitum nach Rantum, ein Abstecher in der Sansibar und wieder zurück. Keitum ist ein netter kleiner Ort mit tollen alten Häusern und idyllischen Cafés. Wir nehmen mal eine Schokolade und einen Cappucino zu uns und genießen die Sonnenstrahlen. Aha, das Wetter meint es gut  mit uns. Danke dafür! Genug gesehen in Keitum, weiter geht´s nach Rantum und dann geziehlt zur "Sansibar". Unser Reiseführer nennt die Strandbar zwar als Tip, jedoch nicht als der absolute Tip. Wir vermuten es bereits, der Ruf ist besser als das was uns erwartet. Gut das jetzt Nebensaison ist, im Sommer ist hier dann wohl die Hölle los. Nach einigen Minuten warten bekommen wir dann auch einen Platz draußen und bestellen was zu Trinken und zu Essen. Nette und freundlichen Bedienung (oder heisst das heute Servicefachkraft). Das Essen selber, naja, selbst für Sylter Verhältnisse zu teuer, die Portionen 20% zu groß und die Qualität ist nicht gerade dem Preis entsprechend. Wir sind etwas enttäuscht, die riesige Weinauswahl empfinden wir eher als Ziel verfehlt. 2 oder 3 Sorten Weiß, Rosé und Rotwein hätten es hier nach dem Motto "Weniger ist manchmal Mehr" sinnvoller getan. Jede Strandbude in Holland hat das was hier cool sein soll mit Abstand besser drauf. Aber es geht ja nicht um uns. Da es mitlerweile mal wieder regnet machen wir uns auf den Weg zurück, nochmal kurz ein wenig Einkaufen und dann war es das für heute. Tschau!

(15.09.10) Moin, das Wetter wird heftiger, der Wind nimmt zu und entwicklet sich zum Sturm. Wir entscheiden und nochmal für List. "Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt" ist das Ziel. Vorher aber noch einmal einfach durch den Ort bummeln und diesemal nehmen wir auch die Geschäfte mit und die "Alte Bootshalle", deutschlands nördlichste Fischbude. Das Treiben darin ist wohl eher wie ein Hofbräuhaus nur auf Fischbasis. So, jetzt kommt auch der Regen und wir gehen jetzt auf Bildungskurs. Das Erlebniszentrum bietet ausreichend Gelegenheit, um hier einen ganzen Tag zu verbringen. Zwischendurch werfen wir immer mal wieder einen Cappucino ein und so vergeht der Nachmittag wie im Flug. Wieder in unserer Wohnung steht relaxen auf dem Programm, der Wind wird stärker und vielleicht gehen wir nachher noch einmal Wellen anschauen. Mehr dazu morgen, tschau!

(16.09.10) Heute geht es an die Südspitze der Insel, nach Hörnum. Dort wollen wir in der "Hapimag Anlage" den Wellnessbereich besuchen. Einfach die Seele baumeln lassen und ein paar Saunagänge absolvieren. So ist es dann auch und das Ganze ist recht relaxed. Wir verbringen hier fast 5 Stunden. Am Nachmittag gehts noch zum Essen nach Wenningstedt. Der Wind ist immer noch heftig, gefühlt so 8-9Bft. In einem Windgeschütztem Winkel trinken wir etwas und schauen einem einsamen Surfer zu wie er gegen die heftigen Wellen ankämpft. Etwas einkaufen und ab nach Hause. Mal sehen was wir morgen so unternehmen.

(17.09.10) Unser heutiges Ziel ist das "Morsum Kliff". Wir nutzen die Regenpause und machen uns auf den Trip dahin. Das Kliff liegt inmitten von Heidelandschaft mit kleinen Wanderwegen. Auf diesen Wegen soll man auch bleiben, denn einfach durch die Büsche und Dünenlandschaft rennen zerstört Pflanzen und dann hat das fatale Folgen für die Umgebung. Das wird auf den Schildern sogar ziemlich deutlich erklärt. Auf dem Weg zum Auto bleiben wir noch in der Gaststätte hängen und trinken etwas. Die Bedienung ist schon komisch, obwohl draußen einige Personen sitzen wird man nicht bedient. Das ist dem Personal wohl zu windig und dann ist draußen halt auch mal kommentarlos "out of service". Ein Blick in den Reiseführer erklärt das, ist auch kein besonderer Tip. Aha, damit haben wir das dann auch geklärt. Nachmittags ist einfach mal faulenzen angesagt und abends geht es nach List in das Restaurant "Königshafen". Eine traditionelle Gaststätte die es bereits seit 1881 gibt. Das Personal sah allerdings neuer aus. Es gab Pannfisch und Lamm. Kommentar von uns dazu, das war mal so richtig gut! Eine Empfehlung und auch der Preis war in Ordnung. So, das wars bis morgen!

(18.09.10) Hörnum ist unser heutiges Ziel. Hier unten im Süden von Sylt gibt es im Hafen eine Robbe die hier nie wieder weg will. Willi kommt sobald man einen Hering in der Fischbude am Hafen gekauft hat angeschwommen. Wir  beobachten das Schauspiel und stellen fest, "es ist wie es ist". Die Leute kaufen einen Hering und Willi kommt, zeigt sich und taucht wieder ab. Am Strand genießen wir die Sonnenstrahlen und relaxen einfach. Am Abend erfahren wir dann, in Hörnum war das Wetter viel besser als in Kampen. Glück gehabt. Auf dem Weg zurück geht noch bei "Café Lund" rein, einen Cappucino trinken und ein Stück Torte naschen. Bevor wir abends endlich zur "Uwe Düne" aufbrechen und anschließend nach List zum Weststrand in die Weststrandhallen einkehren machen wir noch ein Schläfchen - das tut gut! Weststrandhallen ist ein echter Tip. Es gibt eine leckere Vorspeise und zum Hauptgang Muscheln. Was will man mehr?

(19.09.10) Heute wollten wir in Kampen noch einmal schauen was es so gibt, wie beispielsweise die Vogelkoje. Diese Entenfanganlage aus dem Jahre 1767 hat es in sich. Da haben die Leute doch tatsächlich auf eine ziemlich tückische Weise die Enten, welche in der Regel auf der Durchreise waren einfach hier gefangen und verkauft, gegessen. Heute fällt da keine Ente mehr drauf rein. Die Anlage ist komplett renoviert worden und in 2 Häusern wird ausreichend dokumentiert wie der Betrieb dieser Anlage geregelt war. Aus einem Unterstand heraus hat man einen guten Blick auf den Teich, von wo aus die Enten in die Reusen getrieben wurden. Die Vogelkoje ist heute aber nicht nur ein Museum, sondern auch ein Restaurant. Auch hier wieder den obligatorischen Cappucino am Vormittag. Mit 3,40€ nicht der günstigste aber da hier auch noch ein Geburtstag und eine Taufe stattfand hatte es entsprechenden Showcharakter. Nachmittags wurde das Wetter noch besser, der Wind ging zurück und es ging ab an den Strand nach Wenningstedt. Das hat richtig Spaß gemacht.

Resumé und Links

Es war unser erster Besuch auf Sylt. Gewohnt haben wir etwas ausserhalb von Kampen bei Familie Runkel. Die Ferienwohnung hat uns sehr gut gefallen und empfehlen wir gerne weiter. Kampen ist ein zentraler Ort, um die Insel zu erkunden. Der Ruf polarisierend zu sein eilt Sylt ewas vorraus. Entweder man mag Sylt oder nicht.
Kulinarisch, auch wenn nicht alle Fische die hier verkauft werden auch hier gefangen werden, so kann man sagen "Fisch essen hat hier eine andere Dimension". Preis und Leistung stehen in einem gesunden Verhältnis zueinander. Fisch allein ist es aber nicht, auch Lamm und andere Spezialitäten sollte man erwähnen.
Die Sehenswürdigkeiten konnten wir in den wenigen Tagen nicht alle einfangen, ein Geschmack haben wir aber bekommen. Vieles konnten wir einfach nicht angehen, dafür war die Zeit zu knapp.
Das Wetter als eine dominierende Komponente hat nicht ganz mitgespielt, der starke Wind und die Schauer ab und an haben aber auch zu dem besonderen Flair beigetragen. 

Unser Fazit "Sylt gerne wieder".