Insel Langeoog


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(16.05.2011) Sylt oder Langeoog – das war ursprünglich die Frage. Da wir letztes Jahr auf Sylt waren hatten wir uns nun für Langeoog entschieden. Nicht zuletzt, weil auch einige Bekannte aus hier schon waren und immer wieder hierhin kommen. Nun ist es endlich soweit. Sehr früh geht es los, 5.45 Uhr wecken. Das ist verdammt früh, denn wir wollen das erste Schiff bekommen, um auch noch etwas von dem Tag zu haben.

Leider ist es heute nicht ganz so schön. Die letzten Wochen war es ein eher sommerliches Wetter und genau jetzt steht fast die ganze Woche Regen auf dem Programm. So nebenbei bemerkt, auf Sylt ist Sonne angesagt! Die Überfahrt mit dem Schiff ist ok aber auch nervig. Eine autofreie Insel mag ja seine Vorzüge haben aber auch hierbei erwischen wir uns wie wir die Überfahrt mit Sylt vergleichen. Ebenso bei den Kosten für den ganzen Kram, die 20 € mehr nach Sylt sind es Wert!

Nun stehen wir in Langeoog auf dem Bahnhof, tja bei Regen mit 3 Koffern und 2 Rucksäcken. Ab geht’s zu Fuß durch den Ort zur FeWo. Nicht weit (800 Meter) aber dennoch nervlich, denn es regnet und der Wind erledigt den Rest. Bei der FeWo angekommen, erster Check, die ist OK aber … wir nehmen uns vor nicht wieder zu vergleichen. Sie ist zwar günstiger aber Sylt war hochwertiger und alle Male die 20€ mehr Wert. Nachdem die Koffer ausgepackt sind gibt es einen ersten Check auf der Insel, ab in den Ort und die Lage peilen. Mittagessen steht an so gegen 15 Uhr. Wir entscheiden uns dann mal für Brötchen und Aufschnitt aus dem EDEKA, denn die Gastronomie macht von 15 bis 17 Uhr fast überall erst einmal Pause. Naja, dann gehen wir heute Abend mal eine Pizza essen und werden nach dem Brötchen Schmaus mal an den Strand und weiter die Gegend erkunden.

Mittlerweile regnet es nicht mehr oder nur noch sporadisch aber der Wind und die Temperatur ist alles andere als gut. Wir bummeln ein wenig durch die Gegend, durch den Ort und kehren dann in einer Kneipe ganz neben unserer FeWo ein. Im „DWARSLOOPER“ gibt es erste einmal etwas zu trinken und anschließend zu essen und alles zu vernünftigen Preisen. Das hebt die Stimmung wieder und dann geht’s zurück in unser neues Heim. Mal sehen was der morgige Tag so bringt.

 

(17.05.2011) Gegen 06:00 Uhr war die Nacht vorbei, der Zwerg hatte ausgeschlafen und hatte Hunger. Problem war nun, es hatte noch nichts auf. Ab 8 Uhr geht es hier erst einmal so richtig los. Also etwas Eventmanagement und die Zeit überbrücken. Dann Einkaufen, Frühstück und rausgehen. Ja, es regnet immer noch – leider. Aber kurz nach Mittag hörte es auf, sogar die Sonne kam ein wenig heraus und der Wind wurde weniger. Am Flugplatz gibt es einen Kinderspielplatz, der ist die Rettung. Mittagessen gab es dann in der „Fischbude“. Das ist mal eine gute Sache. Erst mal ein Weißbier tanken (ohne Alkohol) und eine Krabbensuppe. Jetzt sieht die Welt ganz anders aus. So nebenbei regnet es nicht mehr und das Wetter ist freundlicher – wir auch! 14 Uhr steht erst einmal eine Stunde arbeiten auf dem Programm, kleine Telko und dann kann es weiter gehen. In dieser Zeit hat auch der Zwerg ein wenig Ruhe (übrigens, er versteht unter Ruhe das auseinanderbauen und zerteilen in die elementaren Bestandteile des Kinderbettes, nein es heißt nicht zerstören, es zeigt sich das dieses Bett einem 3 jährigem nicht gewachsen ist. Nicht mehr und auch nicht weniger) Karten schreiben und malen, baggern vorbereiten und Abmarschbereitschaft zum Strand hergestellt. Los geht’s. Das Wetter hält und wir sind nicht zum faulenzen hier.

Am Strand ist buddeln angesagt und im Strandkorb liegen. Gummibärchen machen das Leben schöner und irgendwann ist  es dann wieder Zeit zum zurückgehen. Abendessen und ins Bett gehen. Gute Nacht!

 

(18.05.2011) Heute war die Nacht etwas länger und der Zwerg hat das lange Schlafen auch gut gefunden. Es gab keinen Feueralarm und die Laune ist bei allen Beteiligten spürbar besser. Ach ja, das Wetter versucht sich auch am gute Laune Spiel. Wolkig, zwischendurch kleine blaue Himmelsteilchen, wenig Wind – kein Regen.

Einkaufen gehen ist wichtig und so ziemlich die erste Tat heute. Also los geht’s, zu EDEKA und zum Inselbäcker. Zwei Waffeln nicht vergessen. Frühstücken und Tagesplanung machen.

Einige organisatorischen Dinge sind geklärt, u.a. wo wir einen „Bollerwagen“ her bekommen. Zwerge haben halt das Problem, „Muskeln gehen schon mal Offline“ und da ist dann auf die Straße werfen angesagt und die Sirene anmachen. Da das Keiner wirklich will, brauchen wir also einen Anhänger. Völlig logisch, außerdem rennt hier jeder Dritte mit so einem Ding rum, also auch wir.

Das mit dem Bollerwagen war eine wirklich gute Maßnahme. Wir haben eine ganz tolle Runde gemacht, haben das Meer gesehen, sind auf dem Dünenhochweg spaziert und sind wieder bei unserer „Lieblingsfischbude“ zum Mittagessen gewesen. Auf dem Rückweg haben wir „Bob the builder“ bei der Arbeit zugesehen und haben eine Sparkasse um etwas Geld erleichtert. Natürlich völlig legal mit der EC-Karte.

Am Abend war ein Saunagang im Wellnessbereich angesagt und danach war Schlafenszeit. Gute Nacht.

 

(19.05.2011) Aufwachen, da ist wieder dieses komische Geräusch. Ach ja es regnet mal wieder. Hallo Wetter, wir sind es aufhören! Geht doch und schon hört es auf. Nach dem Duschen ist auch schon teilweise blauer Himmel zu sehen. Aha, so funktioniert das hier.

Heute wollen wir mal die Hafengegend aufsuchen. Es geht mit der Bahn zum Hafen und da schauen wir uns dann mal um, das ist der Plan. Boah – ist das relaxed hier. Einfach nur auf der Bank sitzen, Schiffe anschauen, genießen. Urlaub! Selbst der Zwerg ist wie ausgewechselt, er entdeckt den Kinderspielplatz und alles ist gut. Vielleicht noch ein kleiner Tipp, die Kajüte am Yachthafen ist eine total nette Kneipe. Nette Leute, gute Preise und super Fischbrötchen.

Zurück geht es gegen Mittag mit der Bahn, wir fahren draußen mit, direkt hinter der Lokomotive. Einkaufen, Eis essen gehen und Mittagspause. Ja!

Nach der Pause geht’s zum Strand. Bilderbuchwetter, vielleicht ein wenig kühl aber es ist kein Sommer. Wir gehen ein Risiko ein, buchen für die nächsten zwei Tage einen Strandkorb. Damit steht das Hauptprogramm für die kommenden Tage fest. Buddeln, buddeln, ….

Abends gibt’s noch einen Saunabesuch und dann könnte eine Fotosession am Wasserturm den Abend schließen. 21:33 Uhr ist Sonnenuntergang. Mal sehen …

Sonnenuntergang war definitiv  ein Highlight. Siehe auch Bild 13 und 14. Die Stimmung kann man auf Fotos nur ansatzweise wiedergeben aber so gut wie hier hab ich bisher nur einmal in Kanada erlebt. Was jetzt noch fehlt ist entweder ein >=300mm Tele, ein Schiff welches durch die Sonne fährt und ein paar Vögel/ Flugzeuge die ihr Unwesen treiben. Für alles andere gibt es Photoshop! Yepp – so muss das sein.

 

(20.05.2011) Aufstehen, Brötchen holen, Frühstück, Sekt trinken, Wolken „weg pusten“, auf zum Wasserturm. So sah der Vormittag aus. Wasserturm war ganz witzig, insbesondere der Überblick über die Insel ist sehr gut. Schnell mal ein paar Panoramabilder gemacht. (Bild 15 und 16). Zum Mittagessen gab es Pannfisch mit Pommes und der Zwerg nahm eine Portion „Nemo“. Nicht gerade etwas für Gourmets aber es muss nicht immer 1st Class sein. Mittagspause. Zwerg versucht sich auf der Toilette – und siehe da, ein kleiner Erfolg. Es geht also auch ohne Pampers – oder zumindest versucht er es. Auf zum Strand, wir haben ja immerhin einen Strandkorb gebucht. Weiter geht’s mit dem Umgraben des Strandes. Gegen 17:30 Uhr nimmt der Kleine noch ein Bad in einer Meerwasserpfütze und nach etlichen Runden durch den Sand ist er paniert. Klamotten aus, zweite Garnitur an, in den Bollerwagen, Waschgang einlegen. Pizza holen Abendessen und Kurs Bett.  Wir werden dann wohl gleich nochmal ein wenig Wellness einlegen und die Sauna besuchen. „All in all“, schöner Urlaubstag.

 

(21.05.2011) Unser letzter Tag auf Langeoog. Das Wetter zeigt sich von der besten Seite und der Plan ist, den Tag am Strand zu verbringen. Doch bevor es zum Strand geht gibt es ein Frühstück, wir gönnen uns mal was Besonderes und machen dieses im Restaurant „Schiffchen“ im Hotel Kolb. Das ist super, wir genießen es richtig.

Zurück in unserer FeWo packen wir die Sachen für den Strand. Wir beziehen unseren Strandkorb und eigentlich machen wir das was alle hier machen. Buddeln, laufen herum, planschen in den Pfützen, warten auf die Flut, relaxen.

Unser letztes Abendessen hier wollen wir ebenfalls noch einmal genießen. So beschließen wir dieses im „Steuerboard“ einzunehmen. Das ist soweit lecker und auch wenn es nicht ganz zur Insel passt, essen wir mexikanisch. Hot and spicy, lecker lecker!

So nun geht es zurück in die FeWo und dann ab ins Bett.

 

(22.05.2011) 7:30 Uhr, da ist wieder dieses Geräusch. Klar Regen, was sonst.  Irgendwas auf dieser Insel ist falsch. Überall ist gutes Wetter in Deutschland – nur hier nicht. Also nicht aufregen, es geht nach Hause. Duschen, noch ein wenig Frühstücken, Koffer packen und los geht’s. Koffer weg bringen und weg hier. Wir überlegen noch einen Abstecher nach Neuharlingersiel zu machen, müssen aber erst mal wieder festen Boden unter den Füßen haben. Einfacher gesagt als getan, sonntags ist wohl der Megaabreisetag. Ein zweiter Zug wurde eingesetzt, ein zweites Schiff und gefühlte 10 Mio. Leute wollen Ihr Auto abholen. Das ist dann endgültig für uns das autofreie Inseln nicht unsere Welt sind. Der komplette Zauber um dieses Spektakel ist absolut nervig.

Neuharlingersiel, wir kommen am Hotel Nordstern vorbei. Hier hatten wir schon einmal Urlaub gemacht (und waren mal einen Tag auf Spiekeroog).  Wir entscheiden uns noch hier Mittag zu essen und genießen es. Die Preise sind vernünftig, die Leute sind irgendwie anders drauf. Ganz nett und freundlich. Nach einem Eis auf die Hand und einem Blick übern Deich geht’s auf nach Hause. Morgen ist wieder arbeiten angesagt.

Fazit: Unsere Erwartungen an Langeoog waren höher als was Langeoog zu bieten hat. Angefangen vom Wetter (da kann niemand etwas für) war die FeWo leider nicht so gut wie die Webseite gezeigt hat. Der Preis im Vergleich zu einer FeWo z.B. auf Sylt zu teuer, obwohl Sylt eigentlich erheblich teurer sein müsste. Die Begrüßung in der FeWo war das unpersönlichste was wir bisher erlebt hatten, ebenso der Abschied. Mehr als einen Begrüßungszettel hatte unsere Vermieterin nicht für uns über. Die Ausstattung innerhalb der Wohnung war renovierungsbedürftig und auch das Spielzimmer für Kinder und die Gemeinschaftsräume konnten es nicht retten.  Es kommt nicht gut, wenn die Stromkabel über dem Bett so heraushängen, dass man nachts mit der Hand einen Spannungstest machen kann. Der Teppichoden lädt zum permanenten Schuhe tragen ein, um schlimmeres zu vermeiden. Insbesondere mit kleinen Kindern eine Herausforderung.
In den Gemeinschaftsräumen sollte mal sauber gemacht werden.  Der Wellnessbereich ist von der Ausstattung ok, die Bedienung der Sauna ist allerdings komisch. Nur der Hausmeister kann die Zeiten der Sauna umstellen und wenn der Urlaub hat wird es halt nix.  „Luv un Lee“ ein klares no go!

Das Thema autofrei war insbesondere durch das Wetter bedingt eine nervige Sache. Auf der Rückfahrt beim Gepäck abholen waren einige Leute die das ebenfalls genervt hat.
Gastronomie auf der Insel ist in Ordnung,  die Preise jedoch zu hoch.
Einkaufen für Selbstversorger kann man in den 2-3 Supermärkten machen.
Der Strand ist schön, nicht mehr, nicht weniger. Wer mal Strand in Holland erlebt hat versteht den Unterschied. Auf Langeoog ist das total Langweilig, hier ist eigentlich gar nix los.
Für Kinder gibt es ein Spielhaus in den Dünen, das ist eine gute Idee. Insbesondere wenn das Wetter nicht gut ist. Einen Spielplatz gibt es außerhalb am Flugplatz. Unverständlich warum der Spielplatz außerhalb des Ortes liegt aber es gibt einen.

Natürlich ist so ein Eindruck und das was man erlebt hat immer sehr subjektiv und es kann jeder auch anders erleben. Da wir aber nicht das erste Mal Urlaub machen und hier auch Erfahrungen von anderen Urlaubsorten wirken, können wir nur sagen. Langweilige Insel wo die Zeit irgendwie stehen geblieben ist. Eine Woche war absolut ausreichend.