Segeln

Segeltörn September 2014

Freitagabend Anreise, Samstag relaxed Frühstücken gehen, Boot zur Übergabe um 11.15 gemeldet, Mittagessen, losfahren ..... So oder ähnlich machen es wieder zahlreiche Crews an diesem Wochenende und starten damit zu einem erlebnisreichen Segeltörn auf der Ostsee. Wir wollen diesmal "östlich" von Fehmarn bleiben.

13.00 Uhr, los gehts. Leinen klar machen und raus aus der Box. Hier schon der erste kleine Zwischenfall, das Bugstrahlruder tut nicht wie es soll. Es geht erst einmal gar nicht. Reagieren, Funktionieren, .... eine 46 Fuß Yacht muss zur not auch ohne Bugstrahlruder gefahren werden. Nerven bewahren, etwas mit dem Wind spielen und sich auf das Abenteuer einlassen. Der Bug wird vom Wind zum Festland gedrückt, das Boot dreht nicht gern nach Steuerboard also machen wir es klassich und fahren mal wieder ein wenig Rückwärts. Geht doch, wer sagt es denn. Das Erste Mannöver schon mal gemeistert, die Zuschauer hätten zwar etwas mehr Action erwartet aber da haben wir heute keine Zeit zu.

Fehmarnsundbrücke, lieber nochmal die Höhe checken. 22 Meter. Unsere "Foxie" hat 21 Meter Masthöhe - das geht. Wenn auch nicht mehr das meiste an Luft ist da oben.

So raus aus Heiligenhafen und Segel hoch. Knackiger NE Wind mit 5Bft. Mal sehen was Foxi so drauf hat. Läuft super, fast neue Segel auf gehts.

Gegen 16.00 Uhr sind wir vor Burgstaaken und haben eine Mütze verloren. Die wird erst einmal gerettet. Jetzt in die Fahrrinne zum Stadthafen. Beim Abzweig Richtung Burgtiefe macht es Plop und Platsch.  Umdrehen, was war das? Die Sitzbank zwischen den Rudern ist im Wasser, die Sicherungsleine war beim Sturz gerissen und damit ist sicher - wir diskutieren das Thema Kaution! Nix passiert aber die Bank ist weg.

Burgstaaken ist ok, wie immer. Wir liegen diesmal im Stadthafen und entscheiden später aufgrund der Wettervorhersage mal einen Hafentag einzulegen. Ist auch ganz gut, denn vor unserem Schiff ist morgen "Fischmarkt". Der Tag dient dem ausruhen und relaxen, Montag ist dann Kühlungsborn angesagt. Die ersten 16 Seemeilen haben wir hinter uns.

Nachdem wir nun unseren Hafentag in Burgstaaken hatten geht es von Fehmarn aus in Richtung Kühlungsborn. Auf halber Strecke schleicht sich bei der Mannschaft die Seekrankheit ein und 3 von 5 Personen lassen sich einiges noch einmal durch den Kopf gehen.

Wir kürzen unsere Route ab und steuern Boltenhagen an. Boltenhagen ist vom Kurs her besser und kürzer. Die Lage entspannt sich und Boltenhagen war eine gute Entscheidung. Die Marina ist ziemlich neu.

Am Abend machen wir noch einen Einkaufsbummel in Boltenhagen und gehen im Ort etwas essen und trinken. Mit dem letzten Bus kommen wir in der Marina wieder an.

Boltenhagen ist dann unser östlichster Törnpunkt. Wir beschließen die Route zurück nach Heiligenhafen und entscheiden uns für Niendorf am Timmendorfer Strand als nächstes Etappenziel.

Niendorf hat 2 Yachthäfen und einen Stadthafen der für Fischer- und Ausflugsboote reserviert ist. Die Yachthäfen sind leider nicht für Schiffe in der 46 Fuß Klasse geeignet. Improvisieren ist angesagt. Von der Tiefe her haben wir kein Problem, die Länge und besonders die Breite sind aber eine Herausforderung.

Die Hafenmeisterin hat die rettende Idee. Wir machen mit dem Heck am Steg und quer zu den Pollern, also vor den parkenden Schiffen fest. Solange niemand heraus möchte ist das kein Problem. Wir bleiben nur eine Nacht und die Hafenmeisterin sagt es geht. Es sieht zwar etwas abenteuerlich aus aber wir liegen fest und sicher. Im nachhinein stellt sich heraus das wir auch sehr ruhig gelegen haben. Der Hafen ist umgeben von Gebäuden und Bäumen. Wind spielt dort keine Rolle und so haben wir eine angenehme Nacht.