Segeln

Tag 0 (Freitag): 13.30 Uhr geht es los Richtung Lemmer. Gegen 17.30 Uhr erreichen wir die Charterbasis, nehmen Kontakt mit unserem Ansprechpartner auf und lernen die Yacht kennen. Erster Eindruck - prima! Die Übergabe ist sachlich aber lustig. Viel Spaß schon bei der Übergabe.

Tag 1 (Samstag): Endlich geht es los. Nach einer ruihgen Nacht im Heimathafen drehen wir erst einmal eine Runde durch die Ferienhaussiedlung mit unserer Segelyacht. Vorbei geht es bei Enjoy Sailing und wir probieren mal die Manöver mit unserer Pacifica. Alles ist gut, ein prima Schiff.

Ziel Stavoren, raus auf das Ijsselmeer, durch die Berufsschiffahrtsschleuse. Wir stellen uns hinten an und beim ersten Anlauf kommen wir durch. Jetzt noch unter der "NO GO AREA" bleiben und dann KURS Stavoren.

Tag 2 (Sonntag): Heute geht es von Stavoren nach Medemblik. Die vermeintlichen ca. 10 Seemeilen sind dann doch mehr als 20 Seemeilen geworden. Der Wind kam dann doch etwas ungünstig und ohne kreuzen ging es dann doch nicht.

Tag 3 (Montag): Es geht von Medemblik nach Enkhuizen. Windverhältnisse sind schon etwas stärker, mit 4Bft in Böen sogar 6-7Bft. Unsere Tour verläuft Problemlos und das meiste fahren wir mit Autopilot. (Das ist schon eine praktische Sache). Am Wind Kurs und unsere PACIFICA läuft mit minimal gesetzten Segeln mehr als 7Kn.

In Enkhuizen geht es am ab späten Nachmittag in die Stadt. Erst mal etwas trinken, den einen und anderen Schauer in einer Kneipe abwarten und dann abends in ein Lokal zum Abendessen. Tripadvisor und eine nette ältere Damen helfen uns bei der Lokalauswahl. 3x Burger mit Pommes + Kip Sate runden den Speisentisch ab, dazu ein Bier und danach zurück zum Schiff.

Nachts mal nach dem Boot schauen, noch eine Spring legen. Sicher ist sicher! Weiter schlafen.

Tag 4 (Dienstag): Wir liegen in Enkhuizen im Hafen und es bläst mit Windstärke > 7Bft. Grund  genug heute hier einen Hafentag einzulegen. Der Wetterbericht verspricht aus Windsicht nicht gerade das was wir uns gewünscht haben. Morgen bekommen wir vermutlich die Chance auf etwas Minderung, also ist der Plan am Mittwoch nach Urk und am Donnerstag nach Lemmer zu fahren.

Tag 5 (Mittwoch): Auf geht es von Enkhuisen nach Urk. Der Wind hat nachgelassen und zumindest haben wir auch in Böen keine Windstärke oberhalb von 6Bft mehr. Der Hafen in Urk ist nicht gerade Luxus Pur aber es geht. Wir liegen an der Kaimauer und es schaukelt heftig. So richtig bekommen wir das nicht hin, mit den Leinen ist das Schiff fest aber es schaukelt schon noch.

Zum Abendessen geht es in die am Hafen anliegende Restaurant, 3 Gänge Menü für 24,95€. Sehr lecker. Danach noch etwas einkaufen und morgen geht es dann zurück nach Lemmer.

Tag 6 (Donnerstag): Heute geht es zurück nach Lemmer. Der Wind hat morgens etwas nachgelassen und so ist es Zeit zu fahren. Mit südlichem Wind fahren wir erst nur mit gesetztem Vorsegel und Wind von achtern Lemmer entgegen. Dabei begleitet uns noch der Eine und Andere Regenschauer. Unser "Bimini Top" macht sich nun positiv bemerkbar. Wir fahren diesmal durch die Stadt Lemmer, also durch die kleine Schleuse und einige Brücken. Dann geht es zur Tankstelle und kurze Zeit später stehen wir fest verschnürt wieder in der eigenen Box der "PACIFICA". Ein letzter Anleger (Bier und Wurst), dann entspannte Pause bis zum Abendessen. Jetzt noch einmal einen Streifzug durch Lemmer und morgen geben wir das Schiff wieder ab.

Die Bavaria 41 Bj. 2015 hat sich als ein tolles Schiff erwiesen. Es sind einige Dinge verbessert worden (Stromanschlüsse, Design, Beleuchtung, Badeplattform, ....) aber es gibt auch Verschlechterungen. Völlig unverständlich und im realen Segelbetrieb hat sich die Bedienung des Großsegels erwiesen. Die Segelführung ohne Traveler (jetzt mit zwei Leinen) führt dazu das bei jeder Wende, bei jedem Segeltrimm eine Person mit dem Großsegel beschäftigt ist. Bei den Schiffen mit Traveler musste sich niemand um das Großsegel bei einer Wende kümmern oder konnte den Segeltrimm im Anschluss an das Manöver durchführen. In den Achterkabinen sind die Luken in der Decke entfallen. Jetzt regnet es zwangsweise in die Bude oder bei Regen kann die Kabine nicht mehr gelüftet werden.

Das Ijsselmeer als Fahrgebiet hat sich erneut als ein nicht zu unterschätzendes Gebiet präsentiert. Extreme Windsituation von sehr wenig Wind bis Böen mit 9Bft , Navigation von guter Sicht bis Nebel und kein Land mehr zu erkennen binnen Minuten. Dabei eine tiefenbedingte andere Art der Welle als auf der Ostsee haben uns die Woche begleitet. Eine Woche mit Abwechslung, neuer Erfahrung und der bekannten Erkenntnis "Segeln gehen bedeutet nicht alles planen zu können und auf Wetter reagieren zu müssen".

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